Selbstfahrender Bus nimmt in Bern den Betrieb auf

Ab dem 8. Juli ist der erste selbstfahrende Kleinbus in Bern unterwegs. Die Linie 23 von Bernmobil verfügt über acht Plätze und führt von der Talstation der Marzilibahn via Marzili- und Mattequartier zum Bärenpark. Der Bund hat einen entsprechenden Testbetrieb bewilligt.
 
Für eine Fahrt zwischen den beiden Endstationen rechnet Bernmobil mit einer Dauer von 18 Minuten – dies bei einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h und einem Durchschnittstempo von 5,5 km/h. Die Benützung der Linie 23 ist gratis.
 
Bernmobil hatte das Fahrzeug EZ 10 Gen2 des Herstellers Easy Mile mit dem Automatisierungsgrad Level 4 seit März getestet. Sensoren scannen die Umgebung und lösen bei Bedarf einen Halt oder einen Notstopp aus. Im autonomen Bus fährt aber auch stets ein Operateur mit, der bei Problemen eingreifen kann.
 
Die Betriebsbewilligung des UVEK ist für zwei Jahre gültig. Wie lange der Versuchsbetrieb auf der Linie 23 dauern werde, stehe aber noch nicht genau fest, heisst es in einer Mitteilung. Bernmobil und die Projektpartner Stadt Bern, Energie Wasser Bern und Genossenschaft Migros Aare würden die Erkenntnisse auswerten und diese allen interessierten Kreisen zur Verfügung stellen.
 
"Dieser Versuch wird Hinweise über den Einsatz dieser Technologie im ÖV geben können, aber noch keine hinreichende Grundlage bilden, um über ihren regulären Einsatz entscheiden zu können," sagt die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss in der Mitteilung. (paz)