Zug möchte sich Höhere Fachschule für IT geben

Bereits im August 2020 soll im Kanton Zug eine Höhere Fachschule für Informatik und Elektronik (HFIE) am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug (GIBZ) seine Pforten öffnen. Dies zumindest will der Regierungsrat, der damit etwas gegen den Fachkräftemangel unternehmen möchte.
 
Geplant sind drei Fachbereiche: Systemtechnik, Applikationsentwicklung und Elektronik/Digitalisierung. Das Studium wird berufsbegleitend mindestens drei und im Vollzeitpensum mindestens zwei Jahre dauern. Wie bei Höheren Fachschulen üblich, soll sich die Schule stärker auf ein enges Fachgebiet beschränken und weniger wissenschaftlich orientiert sein. Nach dem Abschluss könnten wissenschaftsinteressierte Absolventen etwa an die Fachhochschule Informatik in Rotkreuz wechseln.
 
Geht es nach der Regierung, dürften die ersten HFIE-Studenten bereits 2023 ihre Diplome entgegennehmen. Pro Lehrgang und Klasse rechnet man in Zug mit 24 bis 30 Studenten.
 
"Das Angebot richtet sich an Berufsabgänger ohne Berufsmaturität, die sich in ihrem Fachgebiet zusätzliche theoretische und praktische Kenntnisse aneignen möchten", so Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut zur 'Luzerner Zeitung'. Bedingung ist eine vorgängige Grundbildung mit Abschluss eines Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) insbesondere in den Bereichen Informatik, Elektronik, Automatik und Elektroinstallation sowie künftig ICT-Fachmann und -Fachfrau.
 
Den Initialaufwand für den Aufbau der Höheren Fachschule in bereits bestehenden Räumlichkeiten schätzt die Regierung auf rund 90'000 Franken.
 
Der Vorschlag der Regierung wird nun vom Kantonsrat beraten. Eine Annahme ist aber mutmasslich reine Formsache, denn die Lancierung einer HF für Informatik und Elektronik ist als Legislaturziel des Regierungsrates 2019 bis 2022 quasi schon beschlossene Sache, wie die 'Luzerner Zeitung' schreibt. (ts)