Schweizer Firmen (noch) zögerlich beim Einsatz cloudbasierter FiBU-Software

Der Software-Anbieter Sage hat Unternehmen befragt, welche Auswirkungen politische Unsicherheiten, die Digitalisierung oder Bürokratie auf ihr Geschäft haben. Insgesamt, so ein Fazit, erwarten Schweizer Unternehmen eine Zunahme des Handels mit Kunden und Lieferanten. Mit 55 Prozent liegt hier die Schweiz jedoch unter dem Schnitt aller befragter Unternehmen in zwölf Ländern. Den positivsten Zuwachs sehen Portugal und Irland.
 
Rund 30 Prozent der hiesigen Unternehmen würden bereits auf eine cloudbasierte Software für administrative Aufgaben wie Löhne, Buchhaltung und HR setzen. Mit diesen Zahlen liege die Schweiz damit auf dem letzten Platz, zeigt die Befragung. 26 Prozent der Firmen würden planen, in den nächsten Jahren auf cloudbasierte Lösungen umzusteigen.
 
Die Befragung wurde im Auftrag von Sage von YouGov im Frühjahr in zwölf Ländern durchgeführt, darunter Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Spanien sowie die Schweiz.
 
In elf von zwölf Ländern werden die internationale politische Unsicherheit als das grösste Hindernis im Handel genannt. Diese Aussage deckt sich auch mit Schweizer Grossunternehmen, schreibt Sage. Bei KMU hingegen sei der Zeitmangel das vorrangige Problem für Unternehmen mit Handelsambitionen. Im internationalen Schnitt wenden Unternehmen gut fünf Prozent ihrer Zeit für unproduktive administrative Aufgaben wie Mahnwesen oder die Bearbeitung von Rechnungen und Personalaufgaben aufwenden. Diese Tätigkeiten könnten mit dem Einsatz von Technologie reduziert werden, glaubt der Softwareanbieter Sage. In der Schweiz liege der Aufwand mit sieben Prozent des Arbeitsaufwands etwas über dem Schnitt.