Meilenstein in der IT-Primarlehrer-Ausbildung an der FHNW

Insbesondere die Anschubfinanzierung der Hasler Stiftung, die 2013 eine Professur für Informatische Bildung stiftete, habe dazu beigetragen, dass die Pädagogische Hochschule (PH) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) inzwischen 1000 angehende Primarschullehrpersonen in Informatik ausgebildet hat.
 
Laut der Stiftung sind über fünf Jahre zwei Millionen Franken geflossen. Dieser finanzielle Impuls habe der PH erlaubt, als erste in der Schweiz das Thema "Informatische Bildung" im vor zwei Jahren lancierten Studiengang Primarstufe zu verankern. Damit werden künftige "Lehrkräfte fit für den Unterricht des neuen Moduls Medien und Informatik im Lehrplan 21" gemacht, wie es in einer Mitteilung heisst. Nun entwickle die PH die Professur aber selbst weiter.
 
Insgesamt, schätzt Matthias Kaiserswerth, Geschäftsführer der Hasler Stiftung, in einem kurzen Telefonat mit inside-it.ch, dass IT-Kompetenzen derzeit vielleicht bei einem Drittel der Volksschullehrer und ihrem Nachwuchs vorhanden sind. Damit unterstreicht er, dass mit der Ausbildung von tausend Primarlehrpersonen zu "Computational Thinkers" ein "Meilenstein" erreicht sei.
 
Dabei sollte auch dieser Verdienst der Hasler Stiftung allerdings nicht vergessen lassen, dass die Aufforderung unseres Kolumnist Jean-Marc Hensch zu mehr Engagement für die IT-Bildung akut bleibt.
 
Die Mitteilung streicht weiter hervor, dass die Professur in der Nordwestschweiz mit ihrem Angebot in alle Landesteile ausstrahle. Bekannt ist, dass die Hasler Stiftung in gleichem Umfang zwei weitere Professuren für Informatische Bildung ausgeschrieben hat. Sie sollen an der PH Vaud und in Zusammenarbeit mit der PH und Hochschule Luzern an der PH Schwyz spätestens 2020 ihre Tätigkeiten aufnehmen. Dabei komme der Professur in der Westschweiz insofern besondere Bedeutung zu, schreibt die Hasler Stiftung, weil die Romandie für die Informatische Lehrerbildung noch kein Analog zum Lehrplan 21 mit dem Modul Medien und Informatik kennt. (vri)