Bitcoin verbraucht mehr Strom als die ganze Schweiz

Gemäss Berechnungen der Universität Cambridge verbraucht der Unterhalt der Bitcoin-Blockchain durch die Bitcoin-Miner gegenwärtig global rund 64 Terawattstunden (TWh) an elektrischer Energie pro Jahr. In einem neuen Online-Tool vergleicht die renommierte Uni dies mit Schätzungen des CIA zum Stromverbrauch einzelner Länder aus dem Jahr 2016. Für die Schweiz schätzte die CIA den Verbrauch auf 58,5 TWh, also deutlich weniger als für das Bitcoin-Mining.
 
Bitcoin-Transaktionen werden in einem komplizierten und äusserst rechenintensiven Prozess von den Bitcoin-Minern in der Bitcoin-Blockchain festgehalten. Der Prozess wurde von Anfang an absichtlich so gestaltet, dass er unnötig viel Energie verbraucht. Zudem wird er immer rechenintensiver, je länger die Blockchain wird. Und des weiteren stehen verschiedene Bitcoin-Miner beziehungsweise Miner-Konsortien immer in Konkurrenz zueinander. Nur der Gewinner erhält letztendlich die Belohnung für das Festhalten einer Reihe von Transaktionen in einem Block in Form einer bestimmten Menge an neuen Bitcoins. Die Rechenarbeit der Computer aller anderen, und damit deren Energieverbrauch, ist vergeblich. (hjm)