IBM schliesst Red-Hat-Über­nahme ab

Ginni Rometty und Jim Whitehurst gemeinsam auf der Bühne.
Nach dem OK der US-Behörden und dem grünen Licht der EU geben Red Hat und IBM heute den Abschluss des im Oktober verkündeten Deals bekannt: Big Blue kauft den Open-Source-Softwareanbieter für 34 Milliarden Dollar. Damit handelt es sich um eine der grössten Übernahmen in der Tech-Branche überhaupt.
 
Wie die beiden Firmen zum wiederholten Male betonen, werde Red Hat eigenständig bleiben und seine "einzigartige Kultur" behalten. Whitehurst wird weiterhin an der Spitze von Red Hat stehen und künftig als Mitglied des IBM-Managements direkt an IBM-CEO Ginni Rometty berichten. Red Hat werde als eigenständige Einheit innerhalb von IBM agieren und der Umsatz werde künftig als Teil des IBM-Segments Cloud und Cognitive Software ausgewiesen, so eine gemeinsame Mitteilung der Unternehmen.
 
Der Umsatz von Red Hat im Fiskaljahr 2019 betrug 3,4 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Cloud-Erlös von IBM ist auf aktuell 25 Prozent des Gesamtumsatzes angewachsen, von vier Prozent im Jahr 2013. In den 12 Monaten bis zum ersten Quartal dieses Jahres stieg IBMs Cloud-Umsatz auf mehr als 19 Milliarden Dollar. Die Red-Hat-Akquisition werde in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich etwa zwei Punkte zum durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstums bei IBM beitragen, so Big Blue. Gemeinsam wollen die Firmen zum führenden Hybrid-Cloud-Anbieter werden, schreibt Red-Hat-Chef Jim Whitehurst in einem offenen Memo. (kjo)