DSGVO: Marriott soll 121 Millionen Franken blechen

Die britische Datenschutzbehörde ICO beabsichtigt, der Hotelkette Marriott auf der Basis der Datenschutzgrundverordnung der EU eine Busse von 99 Millionen Pfund aufzuerlegen. Dies entspricht etwa 121 Millionen Franken bzw. rund 3 Prozent des Jahresumsatzes von Marriott.
 
Die ICO begründet die Busse mit einem Datenverlust, über den Marriott die Behörden letztes Jahr informiert hatte. Hacker konnten in Systeme der Hotelkette Starwood eindringen und zwischen 2014 und 2018 persönliche Informationen von Gästen kopieren, darunter Pass- und Kreditkartennummern.
 
Starwood wurde 2014 von Marriott übernommen. Die ausführliche Untersuchung des Vorfalls, so die britischen Datenschützer, habe gezeigt, dass Marriott bei der Übernahme nicht die notwendige Sorgfalt habe walten lassen und zu wenig getan habe, um seine Systeme besser abzusichern.
 
Nun ist wieder Marriott für eine Stellungnahme am Zug. Der CEO von Marriott sagte laut 'Techrunch' dass man "enttäuscht" sei über den Entscheid der ICO und vorhabe, die Höhe der Busse anzufechten. (hjm)