Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 28 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Deutsche Bank investiert heftig in IT
Die Deutsche Bank will gesundschrumpfen, zieht sich aus Geschäftsbereichen zurück und baut Stellen ab. Im Zuge der Reorganisation sollen 13 Milliarden Euro in die IT fliessen. Insgesamt sollen Systeme und Prozesse angepasst werden; Funktionen sollen schlanker, innovativer und digitaler werden. Zusätzlich bekommt die Bank einen Vorstand für Digitalisierung, Daten und Innovation. Diese Stelle wird mit dem langjährigen SAP-Manager Bernd Leukert besetzt. Seine Berufung sei ein "klares Bekenntnis der Bank", die IT wesentlich zu verbessern. "Er wird uns dabei helfen, auf dem Weg in das Zeitalter der Cloud- und der Plattformökonomie noch schneller voranzukommen", hiess es von Seiten der Grossbank.

Nach Kündigung: Röbi Weiss sucht dringend Abnehmer für IT-Exponate
Bereits letztes Jahr suchte Röbi Weiss Abnehmer für einen Teil seiner Sammlung. Rund 90 Tonnen an Hardware, Handbüchern, Dokumentationen, Kabeln, Stecker und Datenträgern hatte der Sammler und Journalist seit Mitte der 60er-Jahre angesammelt. Mittlerweile sei das Sammlergut im Grosslager Winterthur – wo mit 50 Tonnen über die Hälfte der Sammlung gelagert war – an Reduktions-Events auf die Hälfte verkleinert worden. Nun folgt für den Sammler eine Hiobs-Botschaft: Er hat die Kündigung für das Lager erhalten und muss bereits Ende Monat den Schlüssel abgeben. Teil der Lösung ist nun ein neuerlicher Rampenverkauf am 20. und 21. Juli. Zudem wurde ein Gönnerverein namens CORIH (Club Of Rescue IT-History) ins Leben gerufen.

Technologie-Chef der UBS-Investmentbank geht
Neil Boston, seit 2017 bei der UBS tätig, verlässt die Grossbank. Er war laut einem Medienbericht Technologie-Chef der Investmentbank und leitete die Einheit des Schweizer Instituts in Grossbritannien. Der Abgang erfolgt nur wenige Monate nachdem IT-Chef Mike Dargan seinen Bereich neu aufgestellt hat. Dargan, Head of Group Technology, hat im Februar entschieden die aktuelle CTO-Gruppe bei der UBS in zwei Bereiche aufzuteilen: einen "klassischen" CTO-Bereich und eine neu geschaffene CDO-Gruppe. Nun verliert er einen wichtigen Mitarbeiter.

Das Zeitalter der Lochstreifen ist noch nicht (ganz) vorbei)
Alte Speichermedien wie Tapes, DVDs, CDs oder Floppy Disks sterben oft sehr viel langsamer, als man sich das vorstellt, wenn modernere Technologien auftauchen. Manche, wie Tapes, können sich für bestimmte Aufgaben immer noch besser eignen als modernere Medien. Und andere überleben in Nischen, wo es schlicht schwierig ist, sie zu ersetzen. Letzteres gilt, wie wir zu unserem eigenen Erstaunen erfahren haben, sogar für das altehrwürdige, bereits im 18. Jahrhundert erstmals verwendete Medium der Lochstreifen. Lochstreifen sind Papier- beziehungsweise Kunststoffstreifen, auf denen Daten in Form von eingestanzten Löchern gespeichert werden. Sie stehen bei den Geheimdiensten GCHQ und NSA auch heute noch im realen Einsatz. Dort werden sie teilweise genutzt, wenn es darum geht, kryptographische Schlüssel an verschiedene, meist militärische Empfänger zu verteilen.

Zürich ist Innovations-Europameister… gefolgt vom Tessin
Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zeigt sich von stolz erfüllt: Erneut ist Zürich zur innovativsten Region Europas gewählt worden. Der 9. Regionale Innovationsanzeiger (RIS), den die Europäische Kommission alle zwei Jahre herausgibt, sieht Zürich auf Rang eins. Dies nachdem die Region bereits 2017 und 2011 zuoberst auf dem Siegertreppchen stand. Die Schweiz erhält ohnehin gute Noten: Auf Rang zwei konnte sich das Tessin positionieren, noch vor Helsinki als erster EU-Destination. Auch weitere fünf Schweizer Regionen gehören laut Europäischer Kommission zu den Top Zehn.
 
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