US-Bürgermeister: "Wir zahlen kein Lösegeld" (mehr)

Die Bürgermeister von über 200 US-amerikanischen Städten haben gemeinsam beschlossen, im Falle eines Ransomware-Angriffs kein Lösegeld zu bezahlen. Die Resolution der Bürgermeister kommt nach Cyber-Angriffen auf amerikanische Städte wie Atlanta oder Baltimore. Ende Mai wurde die Stadt Riviera Beach in Florida Opfer eines Ransomware-Angriffs, bei dem der Stadtrat den umstrittenen Entscheid gefällt hat, der Lösegeldforderung nachzukommen.
 
Der gemeinsame Entscheid der Bürgermeister wurde an der jährlichen US Conference of Mayors (USCM) gefällt. Angriffe auf die IT-Infrastruktur amerikanischer Städte gebe es immer häufiger, schreiben die Bürgermeister. Seit 2013 sind laut USCM mindestens 170 staatliche, regionale oder städtische Behörden angegriffen worden. Allein 2019 waren es 22 Angriffe. Ein Ransomware-Angriff koste eine Stadt mitunter Millionen von Dollar und monatelange Arbeit, um die Systeme wiederherzustellen.
 
Das Lösegeld zu bezahlen, würde Cyber-Kriminelle ermuntern, die IT-Systeme weiterer Behörden anzugreifen, schreiben die Bürgermeister zur Begründung für den Entscheid. (kjo)