Zentralbanken: Facebook muss zu Libra noch viel erklären

Facebook muss nach Einschätzung von Zentralbanken und Weltwährungsfonds vor einer möglichen Einführung seiner Digitalwährung Libra noch viele Fragen klären. Auch der Kontakt zu den Behörden müsse noch enger sein, wenn ein Unternehmen auf Genehmigung einer solchen Kryptowährung hoffe.
 
Das erklärte eine Arbeitsgruppe der G7-Zentralbanken und des IWF am Donnerstag auf der Tagung der Finanzminister der grossen Industriestaaten in Chantilly bei Paris. Digitales Geld habe zwar das Potenzial, Überweisungen schneller und günstiger zu machen. Doch es gebe auch eine Reihe ernster Risiken, etwa was Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Datensicherheit und Steuern angehe.
 
Die Experten sehen zugleich die Notwendigkeit, den Zahlungsverkehr weltweit zu modernisieren. Grenzüberschreitende Zahlungen müssten schneller und billiger werden und mehr Länder eingebunden werden. Kryptowährungen wie Facebooks Libra müssten dafür aber die höchsten globalen regulatorischen Standards einhalten und genau beaufsichtigt werden. Ausserdem brauchten die Unternehmen eine solide Rechtsgrundlage.
 
Wie wir bereits berichtet haben will Facebook Libra unter die Aufsicht der Schweizer Finma sowie von US-Behörden stellen. (hjm)