Atlassian belohnt soziale Kompetenz und Teamwork mit Boni

Der Software-Anbieter Atlassian hat überarbeitet, wie Mitarbeiter für ihre Leistungen belohnt werden. Denn traditionelle Bewertungen würden Mitarbeitende belohnen, die zwar technisch kompetent und effizient seien, aber möglicherweise nicht sehr viel zur breiteren Unternehmenskultur betragen. 2018 habe Atlassian deshalb damit begonnen, die Art und Weise, wie Leistungsbeurteilungen durchgeführt werden, zu überarbeiten, berichtet 'Business Insider Australia'. Der grösste Teil des Prozesses habe nun nicht mit den Fähigkeiten eines Mitarbeiters zu tun, sondern auch damit, wie gut er die Unternehmenswerte lebe.
 
Diese Strategie werde nun dauerhaft umgesetzt und auch an die Boni der Mitarbeitenden gebunden. "Wir wollen in der Lage sein, eine ganze Person zu bewerten und sie zu ermutigen, ihr volles Selbst in die Arbeit einzubringen und uns nicht nur auf die Fähigkeiten eines Angestellten konzentrieren", sagt Bek Chee, Head of Talent bei Atlassian, zur Zeitung.
 
Herkömmliche Systeme zur Mitarbeiterbewertung würden es nicht schaffen, Vorurteile und Verzerrungen auszublenden, andere wiederum würden nicht jenes Verhalten belohnen, das sie zu belohnen versuchten, so Chee zu 'Business Insider'.
 
Ziel von Atlassian sei es gewesen, sich von der Idee des "brilliant Jerks" – des brillanten Deppen – zu verabschieden, den Chee als jemanden beschreibt, der zwar technisch begabt sei, aber vielleicht auf Kosten anderer. Mit dem neuen System gehe es darum zu bewerten, wie ein Mitarbeiter Unternehmenswerte demonstriert, wie er seine Aufgaben erfüllt und wie er zum Team beiträgt.
 
Neu müssten Manager anhand einer Reihe von Fragen ihre Angestellten bewerten und auch konkrete Beispiele liefern. Ausserdem sollen die Manager beurteilen, wie sich ein Mitarbeiter auf ein Team auswirkt. Insgesamt soll verhindert werden, dass die Einschätzung eines Angestellten durch persönliche Präferenzen und Beziehungen beeinflusst werden. (kjo)