Pure Storage befragt EMEA-Unter­nehmen nach KI

In einer Studie im EMEA-Raum, die nicht öffentlich zugänglich ist, hat Pure Storage das Thema künstliche Intelligenz (KI) abgefragt. Wie auf Anfrage mitgeteilt wurde, haben sich daran auch 60 Schweizer Unternehmen unterschiedlicher Branchen mit einem Mindestumsatz von rund 100 Millionen Franken beteiligt.

Ausgangspunkt der Studie war laut einer Pressemitteilung, dass KI "insbesondere beim Umgang mit grossen Datenmengen eine entscheidende Rolle" spielt. Demnach wird die "Bedeutung von Daten von über 68 Prozent der Schweizer IT-Manager als elementar für den Geschäftserfolg, die Weiterentwicklung von Kundenbeziehungen und die Verbesserung des Kundenservices gesehen".

Insgesamt hätten 75 Prozent der Befragten Daten als massgebliche Entscheidungsgrundlage für Geschäftsstrategien und Investitionen angegeben und 69 Prozent würden sie als Basis massgeschneiderter Angebote für Kunden sehen.

Begründet wird die Bedeutsamkeit mit den angestrebten Zielen der Datennutzung. Das seien für 62,5 Prozent der Befragten bessere strategische Geschäftsentscheidungen, für 37,5 Prozent verbessertes Marketing, für 43,8 Prozent die Unterstützung von neuen Entwicklungen und für 50 Prozent die Hilfe bei taktischen Entscheidungen im Alltagsgeschäft. Zudem unterstützen Daten laut einem Viertel der Befragten die internen Ressourcen, werden von 43,8 Prozent als Argumentationshilfe bei internen Strategiebesprechungen genutzt und erleichtern laut ebenfalls 43,8 Prozent das Verstehen und Errechnen des Return-on-Investment. Schliesslich strebten 37,5 Prozent der Befragten mit der Datennutzung die Förderung von Innovationen an.
 
Weil die Daten so wichtig sind, meint Pure Storage, stellen die Datenmengen eine besondere Herausforderung für die Unternehmen dar: "Nicht nur die Zusammenfassung, Analyse und Auswertung (75 Prozent) ist dabei für IT-Manager wichtig, sondern insbesondere eine schnellere Verarbeitung und Analyse (87,5 Prozent)".
 
Gleichwohl würden 87,5 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen die Bedeutung ihrer Unternehmensdaten noch unterschätzen. Und das obwohl zum Beispiel 75 Prozent erwarten, dass "durch die verstärkte Datensammlung und -analyse neue Jobs entstehen werden", also KI-basierte Lösungen insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels hilfreich sein können. Generell werde von KI eine höhere Effizienz und Zuverlässigkeit, bessere Wettbewerbsfähigkeit und eine Entlastung von Teams erwartet, meint Pure Storage herausgefunden zu haben.
 
Status Quo in der Schweiz
Gut 68 Prozent der Schweizer Unternehmen nutzen KI schon, heisst es weiter. Doch ein Grossteil habe Bedenken wegen rechtlicher und ethischer Implikationen. So würden 68,8 Prozent der befragten IT-Manager fordern, die rechtlichen und ethischen Implikationen des KI-Einsatzes zu klären: Fragen der Vertraulichkeit und der Privatsphäre müssten ebenso geklärt werden wie eine Gesetzgebung nötig sei, die den Unternehmen einen verlässlichen Rahmen gibt, schreibt Pure Storage.
 
Ausserdem fürchtete selbst ein Drittel der KI-Befürworter die Unzuverlässigkeit von KI, dass mit KI die Effizienz vermindert werde und Wettbewerbsvorteile untergraben würden.
 
Da sich die Bedeutsamkeit der Datennutzung künftig weiter erhöhen werde, fordert Pure Storage die noch zweifelnden Unternehmen zum Umdenken auf. Zudem müsse die Politik klare Rahmenbedingungen schaffen. (vri)