IT-Sicherheit: Bund publiziert Leitlinien für Lebensmittel-Versorger

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) hat den "Minimalstandard für die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnologie in der Lebensmittelversorgung" publiziert. Denn Produktions- und Geschäftsprozesse seien zunehmend von der IT abhängig. Ein Ausfall der Systeme gefährde die Geschäftstätigkeit von Unternehmen und damit auch die Versorgung der Schweiz mit kritischen Gütern und Dienstleistungen, schreibt das BWL zum Hintergrund.
 
Im Rahmen der vom Bundesrat 2012 beschlossenen nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken (NCS) führte das BWL Verwundbarkeitsanalysen in verschiedenen lebenswichtigen Branchen durch. Ein Resultat dieser Untersuchungen war der im letzten Jahr vorgestellte, allgemeine IKT-Minimalstandard. Der werde nun durch den Branchenstandard für die Lebensmittelversorgung ergänzt. Das Dokument enthalte anerkannte Richtlinien und Empfehlungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Das Papier wurde vom BWL gemeinsam mit Experten aus der Lebensmittelindustrie ausgearbeitet.
 
Die Empfehlungen, so geht weiter aus der Mitteilung hervor, werden von den Unternehmen der Branche im Sinne einer "Selbstregulierung" freiwillig umgesetzt. Der "IKT-Minimalstandard für die Lebensmittelversorgung" richte sich grundsätzlich an alle Unternehmen, die an Produktion, Verteilung, Import und Verarbeitung von Lebensmitteln beteiligt seien. Er soll Lebensmittelversorgern dabei helfen, ihre kritischen Systeme zu identifizieren, Risiken zu bewerten und Schutzmassnahmen zu treffen. (kjo)