Betrüger beschaffen Informatik im Namen der US-Regierung

Das US-Ministerium für Heimatschutz ist einem Betrugsring auf die Spur gekommen, der IT-Produkte für jeweils Hunderttausende von Dollar im Namen der Regierung beschafft hat.
 
Laut einem Bericht des Office of Inspector General (OIG) beim Department of Homeland Security (DHS) haben sich die Betrüger erfolgreich als Beschaffungsbeamte des DHS und anderer Bundesbehörden ausgegeben. Sie kommunizierten gefälschte Ausschreibungen, um an Laptops, Festplatten und Smartphones zu kommen.
 
Benutzt wurden für den Betrug Namen von realen DHS-Angestellten. Die Betrüger hätten falsche Ausschreibungen an IT-Anbieter im ganzen Land gefaxt oder gemailt. Beispielsweise sei mit Mail-Spoofing als Absender-Adresse eine legitim scheinende E-Mail-Adresse der Regierung verwendet worden, die Antwort wurde dann an eine etwas andere, nicht offizielle E-Mail-Adresse geleitet. In einigen Fällen hätten die Betrüger auch E-Mails vermieden und auf Fax-Kommunikation mit gefälschten Absender-Nummern bestanden.
 
Wenn dann tatsächlich Angebote eintrafen, seien Bestellungen ausgelöst worden mit Lieferadressen an oft verlassene Gewerbeimmobilien, schreibt das OIG weiter. Die Waren seien anschliessend entweder im US-Schwarzmarkt gelandet oder nach Nigeria verschickt worden. Freilich ohne dass die Waren je bezahlt wurden.
 
Zu den Opfern zählen insbesondere Ministerien für Handel, Verteidigung, Wohnen und Stadtentwicklung, Justiz, Arbeit und Verkehr und die Börsenaufsicht.
 
Das OIG hat seinem Bericht eine Reihe von Tipps angefügt, um der Betrugsmasche vorzubeugen. (vri)