Security-Vendors: SaaS-Anbieter auf dem Vormarsch

Gut 110 Security-Software-Firmen sind physisch in der Schweiz vertreten. Eine Studie analysiert den unübersichtlichen Markt hierzulande und global.
 
Laut dem Vendor-Report des auch in der Schweiz tätigen VAD Softshell nehmen in der Cybersecurity-Branche die SaaS-Angebote (das heisst hier: Security-as-a-Service) rasch zu. Demnach ist die Anzahl der Unternehmen, die ihre Leistungen in der Technologiekategorie SaaS anbieten, auf 37 Prozent gestiegen. Im letzten Jahr seien es erst 24 Prozent gewesen.
 
"Von Patch-Management über Endpoint-Sicherheit und Firewalls bis hin zum Web-Scanning: Immer mehr Technologien sind direkt vom Hersteller beziehbar", heisst es im Report. Zudem zeige sich stärker als früher ein Trend, SOC-Dienstleistungen mitanzubieten. In diesem Umfeld hätten inzwischen rund sechs Prozent aller Hersteller angegeben, aktiv zu sein.
 
Deutliche Zuwächse will Softshell ausserdem in den Bereichen IoT und Industrial IoT verzeichnet haben, wo sich inzwischen 16 Prozent der Hersteller engagieren würden. "Je mehr Anwender aus dem produzierenden Gewerbe IoT-Projekte planen, desto mehr Marktpotenzial eröffnet sich für Security-Hersteller".
 
Einmal mehr sei hervorgehoben, dass der Report sich damit Verdienste erworben hat, auf gut 580 Seiten alphabetisch geordnet 1945 Security-Anbieter weltweit zu listen. Angegeben werden sie mit Details zum jeweiligen Arbeitsschwerpunkt, der regionale Vertretung und auch mit Adressen, Website und Telefonnummer. Ausserdem existiert eine Sortierung nach rund 80 Technikkategorien von Advanced Persistent Threats respektive Advanced Threat Protection bis hin zu Web Application Security.
 
In der Schweiz, so Softshell auf Anfrage, haben 35 IT-Security-Software-Hersteller ihre Firmenzentrale. Wobei sieben von Ihnen bereits auf künstliche Intelligenz in ihren Lösungen setzten würden, schreibt Gerald Hahn, Vorstand des VADs. Ausserdem seien hierzulande 79 weitere internationale IT-Security-Software-Hersteller mit einer Niederlassung aktiv.
 
Von allen in dem Report vertretenen Security-Hersteller haben etwa zwölf Prozent ihre Zentrale im DACH-Raum. Zudem verfügen 14 Prozent der internationalen Anbieter über eine Niederlassung in der deutschsprachigen Region.
 
Softshell verfolgt mit dem Report das Ziel, "alle aktiven B2B-Player im weltweiten Cybersecurity-Markt abzubilden". So wird unter anderem festgehalten, dass im vergangenen Jahr der weltweite Security-Anbietermarkt um 13 Prozent gewachsen ist. Das sei auch deshalb bemerkenswert, weil zehn Prozent der 2018 noch aktiven Unternehmen vom Markt verschwunden seien, also übernommen wurden oder den Betrieb eingestellt hätten, heisst es in der Mitteilung von Softshell. (vri)