EZB nimmt nach Hack BIRD-Webseite vom Netz

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach einem Hackerangriff eine ihrer Webseiten bis auf weiteres vom Netz genommen. E-Mail-Adressen und andere Kontaktdaten wie Namen und Titel könnten entwendet worden sein, teilte die EZB mit.
 
Den Hackern sei es gelungen, Schadsoftware auf den Server der sogenannten BIRD-Webseite einzuschleusen. Geldhäuser informierten sich auf dieser seit 2015 bestehenden Seite unter anderem darüber, wie sie Statistik- und Aufsichtsberichte erstellen können.
 
Laut EZB haben die Hacker möglicherweise Daten aber keine Passwörter von den 481 Newsletter-Abonnenten erbeutet. Weder seien interne Systeme der Notenbank noch marktsensitive Daten betroffen gewesen.
 
Die EZB informierte den europäischen Datenschutzbeauftragten über den Angriff. Der unautorisierte Zugriff auf die Seite wurde während regulärer Wartungsarbeiten entdeckt. Einem Sprecher zufolge liessen sich die frühesten Hinweise auf eine Cyberattacke bereits auf Dezember 2018 rückdatieren.
 
Laut EZB wurde die BIRD-Webseite von einem externen Dienstleister bereitstellt. Sie sei zudem separat von den anderen Systemen der Notenbank geführt worden. (Keystone-sda/ts)