Mit Virtual Reality üben, wie man Mitarbeiter entlässt

Die auf Mixed und Virtual Reality spezialisiert Firma Talespin hat eine VR-Lösung entwickelt, mit deren Hilfe Führungskräfte ihre sozialen Fähigkeiten trainieren können. Dabei könne man von Verkaufsverhandlungen und Vorstellungsgesprächen bis zur Formulierung kritischer Feedbacks eine ganze Palette seiner Softskills verbessern, verspricht die US-Firma auf ihrer Website und fügt an: "Soft Skills gehören zu den wertvollsten beruflichen Fähigkeiten, aber auch zu den am schwierigsten zu trainierenden und zu unterrichtenden."
 
Um eine bestimmte Fähigkeit zu trainieren wurde Barry Thompson ins Leben gerufen. Der virtuelle Mitarbeiter ist offensichtlich über 50 Jahre alt und wird im virtuellen Unternehmen nicht mehr gebraucht. So können HR-Manager an Barry ihre Fähigkeit trainieren, Entlassungs-Gespräche zu führen, indem sie ihn wieder und wieder entlassen. Barry reagiert dabei sehr unterschiedlich auf verschiedene Pfade der Gesprächsführung: von leisem Schluchzen bis zu wütendem Schreien.
 
Die virtuellen Charaktere würden Emotionen vermitteln und nutzten Spracherkennung sowie Natural Language Processing (NLP), um zuzuhören und sich zu unterhalten. Barry etwa würde hunderte von Gesprächswegen bieten, durch die der Benutzer navigieren könne. Dies schreibt Talespin-CEO Kyle Jackson in einem Blogbeitrag, der mit einem Werbeslogan betitelt ist: "Becoming better Humans". (ts)