Credit Suisse setzt auf Microsoft Azure

Nach der UBS setzt auch die Credit Suisse auf Microsoft Azure für Public-Cloud-Angebote. Dies sagte der Schweizer IT-Chef Mario Crameri in einem Interview mit der 'Computerworld'. Der Datenstandort Schweiz sei bei der Provider-Wahl ein entscheidendes Kriterium. Man habe sich für Microsoft entschieden, da das Unternehmen eine Cloud-Infrastruktur in der Schweiz aufbaue.
 
Gewisse Anbieter seien trotz einer starken globalen Präsenz beim Auswahlverfahren ausgeschieden, da eine lokale Präsenz in der Schweiz fehle, führt Crameri aus.
 
Die offizielle Eröffnung der Schweizer Microsoft Cloud steht kurz bevor. Auch Google eröffnete jüngst eine Schweizer Cloud. Beim Launch der "Cloud Region Zürich war die Credit Suisse präsent. Stephan Hug, Managing Director und Head of IT Strategie bei der Bank, sagte ebenfalls, dass er in einigen Jahren einen Grossteil der Apps der Grossbank in der Public Cloud sehe.
 
Die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der Credit Suisse laufe seit mehreren Monaten, führt eine Sprecherin der Bank gegenüber 'Finews' aus, und man ergänze damit die interne Cloud-Lösung. "Längerfristig werden wir auch mit mehr als nur einem externen Cloud-Anbieter zusammenarbeiten."
 
Bei der Nutzung von Public-Cloud-Angeboten gehe es der Grossbank weniger darum, Hosting-Kosten einzusparen, wie Crameri zur 'Computerworld' sagt, sondern um den Nutzen neuer Technologien und Services wie beispielsweise Analytics oder Machine Learning. (kjo)