Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 34 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Meier Tobler nennt Details zum Ransomware-Angriff
Der Ende Juli von einem Hackerangriff betroffene Gebäudetechnik-Spezialist Meier Tobler hat mit den Halbjahreszahlen die resultierenden Schäden bilanziert: Demnach hatte der Vorfall für das gesamte Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich Umsatzeinbussen von rund fünf Millionen Franken zur Folge. Denn um künftigen Cyberattacken vorzubeugen, seien die Schutzmassnahmen "deutlich verstärkt, die Notfallpläne aufgrund der jüngsten Erkenntnisse verbessert und der Neuaufbau der IT-Infrastruktur nach modernsten Sicherheitskriterien gestartet" worden. Auf unserer Anfrage nannte der Konzern weitere Einzelheiten.
 
Basel-Stadt will alle rund 8000 IT-Arbeitsplätze auslagern
Der Kanton Basel-Stadt will sein bestehendes IT-Arbeitsplatz-Konzept weiterentwickeln. Das bedeutet die Auslagerung der IKT-Basisservices "WorkplaceBS sowie weitere IT-Arbeitsplatz-Lösungen der einzelnen Departemente". Der Outsourcer habe insbesondere die Bereitstellung der Clients inklusive der virtuellen Desktop-Infrastruktur, die Clientmanagement-Infrastruktur sowie die Softwarepaketierung und Softwareverteilung für zirka 8000 IT-Arbeitsplätze zu übernehmen, heisst es auf Simap. Thomas Berger, Leiter Zentrale Informatikdienste, erklärt auf Anfrage, die Grundlage des gewählten Sourcingmodells bilde "die vom Regierungsrat beschlossene IT-Sourcing-Strategie für Basel-Stadt".
 
Rote Zahlen: S/4HANA-Einführung belastet V-Zug stark
Die Industriegruppe Metall Zug ist im ersten Halbjahr 2019 in die roten Zahlen gerutscht. Probleme mit einer S/4HANA-Migration und eine Bodensanierung belasteten die Rechnung. "Die Einführung von SAP per Juli 2018 und die Einbindung von mehr als 30 Umsystemen war anspruchsvoller als vorausgesehen. Dies führte in den letzten Monaten zu erheblichen Mehraufwendungen", schreibt das Unternehmen. Zudem seien Lieferprobleme aufgetreten. "In der Zwischenzeit sind viele Probleme behoben", heisst es weiter.
 
Datenleck trifft diesmal Mastercard-Kunden
Durch ein Leck sind Daten von Nutzern des Mastercard-Bonusprogramms "Priceless Specials" aus Deutschland im Internet aufgetaucht. Eine Tabellen-Datei, die zeitweise in einem Online-Forum verfügbar war, listete unter anderem Namen und E-Mail-Adressen auf. Daneben standen jeweils die ersten zwei und die letzten vier Zahlen der Mastercard-Kartennummer und in manchen Fällen auch die Anschrift und Telefonnummern der Kunden. Mastercard hat bereits mitgeteilt, die Plattform des Bonusprogrammes sei vorsorglich geschlossen worden. "Wir nehmen Privatsphäre sehr ernst und untersuchen dieses Problem mit Hochdruck." Zugleich betonte Mastercard, es gebe keinen Zusammenhang mit dem Zahlungsnetzwerk des Unternehmens. Einige Tage später wurde bekannt, dass das Datenleck auch komplette Kartennummern betraf.
 
Credit Suisse setzt auf Microsoft Azure
Nach der UBS setzt auch die Credit Suisse auf Microsoft Azure für Public-Cloud-Angebote. Der Datenstandort Schweiz sei bei der Provider-Wahl ein entscheidendes Kriterium. Man habe sich für Microsoft entschieden, da das Unternehmen eine Cloud-Infrastruktur in der Schweiz aufbaue. Die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und der Credit Suisse laufe seit mehreren Monaten, so eine Sprecherin der Bank, und man ergänze damit die interne Cloud-Lösung. "Längerfristig werden wir auch mit mehr als nur einem externen Cloud-Anbieter zusammenarbeiten."
 
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