BBC als Konkurrenz für Alexa, Echo und Siri

Die BBC bereitet sich gemäss Mitteilung darauf vor, die Alexas, Echos und Siris dieser Welt anzugreifen. "Beeb" – übrigens auch der Spitzname der Briten für die BBC – soll 2020 starten und sogar britische Akzente verstehen.
 
Der Sprachassistent, der von einem hauseigenen BBC-Team entwickelt wird, soll im nächsten Jahr eingeführt werden. Der Schwerpunkt liege dabei darauf, den Zuschauern zu ermöglichen, ihre Lieblingssendungen in den diversen BBC Online-Diensten einfacher zu finden. Ein physisches Gerät wie Google Home oder Echo wird es – zumindest vorerst – nicht geben.
 
Während einige in den USA entwickelte Produkte Schwierigkeiten hatten, regionale britische Akzente zu verstehen, wird die BBC möglichst viele Mitarbeitende in ihren Büros in ganz Grossbritannien bitten, ihre Stimmen aufzunehmen um so die Software optimal zu trainieren.
 
Daten, Daten und noch mehr Daten
 
Die Entwicklung eines eigenen Sprachassistenten ist sehr aufwändig und die BBC verspricht sich natürlich einiges davon. Unter anderem will sich die BBC so alle Freiheiten für dessen Einsatz und für neue Funktionen bewahren – ohne dabei von einem Fremdanbieter abhängig zu sein. Hinzu kommt, dass die BBC so die Kontrolle über sämtliche Nutzerdaten hat und die Interessen und Vorlieben ihrer Nutzer sowie deren Verhalten besser analysieren kann. Aber auch die User sollen davon profitieren, denn ein eigener Sprachassistent wird es der BBC laut eigenen Aussagen ermöglichen, viel ehrgeiziger in Bezug auf die Inhalte und Funktionen zu sein, die die Hörer erwarten können. (nif)