Swisscom: Datenpanne wegen "nicht­existierender" Mail-Adressen

Die Swisscom hat wegen falscher E-Mail-Adressen im Kundensystem Probleme. Konkret seien 39 Mailadressen gefunden worden, die nicht den korrekten Mailkonten der Kunden zugewiesen waren, teilte der Telco mit.
 
Somit seien Mails von Swisscom an rund 600 Privatkunden an ein fremdes Mailkonto gegangen. Darunter waren laut den Angaben Marketingmaterialien, Bestellbestätigungen sowie Informationen zu Rechnungen – allerdings ohne Verbindungsdaten, wie betont wurde.
 
Die betroffenen Kunden würden nun informiert, so die Swisscom. Das Kundensystem sei bereinigt worden, nachdem der Vorfall im März durch Dritte gemeldet worden sei. Man entschuldige sich für die Panne.
 
Mails an Herrn und Frau xyz123
Interessant ist, wie die Adressen ins System gekommen sind. Kunden mussten für Vertragsabschlüsse oder -Änderungen eine E-Mail-Adresse angeben. Offenbar gaben einige Kunden – und auch einzelne Kundenbetreuer, wie Swisscom schreibt – nicht die korrekten Daten an und wählten eine vermeintlich nichtexistierende Adresse wie etwa xyz123@bluewin.ch. Dummerweise sind offenbar 39 dieser Adressen von Personen registriert. Sie hätten dann Mails von Swisscom erhalten, die nicht für sie bestimmt waren.
 
Nun werde das System so angepasst, dass Mailadressen durch die Kunden verifiziert werden müssten. Die Swisscom habe keinerlei Hinweise, dass die Angaben missbräuchlich genutzt worden seien, so der Telco. (Keystone-sda/ts)