Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 35 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Exklusiv: Swisscom-Cloud-Störung legt SaaS-Services lahm
Vergangene Samstagnacht gegen 11 Uhr trat im "Dynamic Computing Service" von Swisscom eine Störung auf. Und da der Cloud-Service von diversen Schweizer SaaS-Anbietern benützt wird, litten auch deren Services. Betroffen war beispielsweise Swiss21.org, das kostenlose Business-Software-Angebot, das Abacus, Peppershop und Orphis lanciert haben. Dort ist der Ärger über Swisscom gross, wie uns Abacus-Chef Claudio Hintermann erklärte. Swisscom-Sprecher Armin Schädeli bestätigte auf Anfrage, dass das Problem nicht nur Swiss21.org betraf: "Seit Samstagnacht registriert unsere Technik vermehrt Alarme auf dem Server des Dynamic Computing Service. Es sind mehrheitlich SME-Kunden in unterschiedlichem Ausmass betroffen. Rund 50 Kunden haben ein Störungsticket beim Service Desk eröffnen lassen."
 
Azure Schweiz ist in Betrieb
Microsoft hat diese Woche die Inbetriebnahme seiner beiden Schweizer Azure-Regionen Switzerland North und Switzerland West bekannt gegeben. Die Rechenzentren dafür befinden sich in Zürich und Genf. Allerdings können vorerst nur die rund 30 "Early Adopters" die lokalen Azure-Services nutzen. Weitere Kunden werde man durch einen "geregelten Prozess" aufnehmen, so Microsoft. Zu den Early Adopters gehören einige bekannte Namen, zum Beispiel UBS, Swiss Re, Mobiliar, BKW Group, Skyguide, und last but not least Swisscom. Am Eröffnungsanlass nannte Microsoft auch einige Zahlen zu den zusätzlichen Kosten für die Datenhaltung in der Schweiz.
 
Hackerangriff: Auto AG Group in Rothenburg offline
Die Auto AG Group ist Hackern zum Opfer gefallen. Die IT des Unternehmens mit Sitz in Rothenburg ist beeinträchtigt, die E-Mail-Kommunikation unterbrochen. Die Täterschaft sei unbekannt, ebenso wie der entstandene Schaden, liess die Auto AG Group mitteilen. Wie gross der entstandene Schaden ist und welche Auswirkungen der Angriff hat, sei noch nicht bekannt. "Es ist möglich, dass in den nächsten Tagen Dienstleistungen durch die Auto AG Group aufgrund des Hackerangriffs und der dadurch entstandenen Beeinträchtigung der IT eingeschränkt erbracht werden können", schrieb die Luzerner Polizei.
 
Schweizer Credit Suisse kriegt neue IT-Leiterin
Die neue IT-Leiterin der Credit Suisse in der Schweiz heisst Kirsten Renner. Sie wird per 1. September Nachfolgerin von Mario Crameri, welcher im Rahmen einer Reorganisation die neu geschaffene Geschäftseinheit "Direct Banking" leiten wird. Renner ist erst seit Februar 2019 bei der Credit Suisse, dies als Head of IT Solution Delivery und Mitglied des Führungsteams von Crameri. Sie wechselte nach 18 Jahren bei ABN Amro Bank zur Credit Suisse. Bei den Holländern war sie laut ihrem LinkedIn-Profil vom Product Manager Internet Banking zur CIO International aufgestiegen.
 
Welche IT-Berufe am meisten gesucht werden
Die Nachfrage nach Spezialisten aus sämtlichen Branchen hat im ersten Quartal 2019 einen Höhepunkt erfahren und ist im Folgequartal leicht zurückgegangen. Die Schweizer Wirtschaft sucht aber weiterhin nach qualifizierten Fachkräften. Dies gilt auch für die IT-Branche. Genannt werden in einer Mitteilung Datenbankentwickler, Webentwickler, IT-Projektmanager und -leiter, IT-Security-Spezialisten sowie IT-Supporter. Mit Abstand die meisten offenen Stellen verzeichnet Hays bei den Softwareentwicklern und insbesondere Java-Entwicklern sowie IT-Beratern, IT-Supportern und Webentwicklern.
 
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