Migros nutzt Blockchain, um Obst und Gemüse zu tracken

Der Schweizer Detailhändler Migros führt eine Blockchain-Lösung ein. Ziel sei es, einen besseren Einblick in die Lieferkette von Obst und Gemüse zu erhalten. Dabei setzt Migros auf die Blockchain-Lösung des deutschen Anbieters TE-Food, wie dieser mitteilt. Das System solle intern genutzt werden, eine Öffnung gegenüber den Verbrauchern sei nicht Gegenstand des Projekts.
 
Ziel sei es, die Prozesse zu optimieren. Dadurch solle es zu einer schnelleren Verteilung der Produkte und damit zu einer Verringerung der Lebensmittelverschwendung kommen, heisst es in der Mitteilung.
 
Schon jetzt hätten Frischwarenlieferanten von Migros die Möglichkeit, Rückverfolgbarkeitsdaten aus ihren Systemen über eine Schnittstelle an Migros zu übermitteln. Nun sei diese Datenerfassungsmethode erweitert worden. Die Rückverfolgungsdaten, die von den Lieferanten übermittelt werden, würden automatisch in das EPCIS-Format (Electronic Product Code Information Services) von GS1 umgewandelt und an das Migros-eigene EPICS-System gesendet. Neu ist auch eine mobile B2B-App von TE-Food, über die die Lieferanten die Daten eingeben können.
 
Bei der "FoodChain" genannten Blockchain-Lösung von TE-Food handelt es sich um eine "Permissioned Blockchain", die auf der Hyperledger-Technologie basiert. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei der FoodChain um eine der 15 grössten Blockchains, gemessen am täglichen Transaktionsvolumen. (kjo)