Digitale Trans­formation wird eidgenössisches Bildungs­ziel

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) haben ihre gemeinsamen bildungspolitischen Ziele aktualisiert. In der gemeinsamen Erklärung 2019 wurden zwei neue Ziele verankert: die aktive Mitgestaltung der digitalen Transformation und die Förderung von Sprachaustausch und Mobilität.
 
Gestützt auf die Erkenntnisse des Schweizer Bildungsberichtes 2018 haben Bund und Kantone ihre gemeinsamen bildungspolitischen Ziele überprüft und den aktuellen Herausforderungen angepasst beziehungsweise entsprechend erweitert, heisst es in einer Mitteilung. In einer Erklärung werden neun bildungspolitische Ziele formuliert, darunter das neue "Gemeinsame Ziel 7": "Im Bildungssystem werden die neuen Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt und Gesellschaft vorausschauend aufgegriffen."
 
Die digitale Transformation dynamisiere das Bildungssystem in hohem Masse, heisst es dazu. Bund und Kantone sollen die damit verbundenen Chancen vorausschauend aufgreifen und die Herausforderungen angehen: "Sie setzen ihre jeweiligen Digitalisierungsstrategien (Strategie der EDK für den Umgang mit Wandel durch Digitalisierung im Bildungswesen vom 21. Juni 2018 und die Strategie des Bundesrats "Digitale Schweiz" vom 5. September 2018) kohärent um und sprechen sich wo notwendig bei der Umsetzung der Massnahmen ab."
 
In ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich sollen Bund und Kantone Fragen der zu vermittelnden Kompetenzen, der Infrastrukturen und der weiteren Rahmenbedingungen bearbeiten. Im Hochschulbereich stelle die Digitalisierung in Lehre, Forschung und Innovation einen Schwerpunkt dar, der transversal anzugehen sei.
 
Aus den gemeinsamen Zielen leiten WBF und EDK in ihrem Zuständigkeitsbereich konkrete Massnahmen ab und tragen mit deren Umsetzung zur Zielerreichung bei. Mit dem Bildungsbericht Schweiz 2022 wird dann eine Beurteilung der Erreichung der Ziele vorgenommen. (paz)