BIT-Probleme treffen Schlachthöfe und Admin.ch

Die Ursache war ein bisschen zu viel Security.
 
Am vergangenen Freitag sowie am Montag und Dienstag gab es für Anwender Probleme beim Zugriff auf die Schweizer Tierverkehrsdatenbank TVD, wie der 'Schweizer Bauer' meldete. Die Ursache war eine technische Störung beim Bundesamt für Informatik BIT.
 
Wie Identitas, der Betreiber der TVD in einer Medienmitteilung ausführte, erfolgt die Autorisierung und der Zugang zu den meisten Landwirtschaftsapplikationen darunter auch zur Tierverkehrsdatenbank, über Infrastruktur des BIT. Es seien sowohl Tierhaltende als auch Schlachthöfe, kantonale Stellen sowie verschiedene private Organisationen betroffen gewesen.
 
Am Wochenende schien es zunächst so, als ob die Störung behoben sei. Am Montagmorgen traten die Zugriffsprobleme aber wieder auf. Und zeitweise waren am Montag auch Admin.ch, die Webseite des Schweizer Bundesrats, sowie die Website des BIT selbst nicht erreichbar, wie inside-it.ch feststellte.
 
Was ist da passiert? Und wer war betroffen? Auf unsere Nachfrage bestätigte das BIT, die ab Freitag aufgetretenen Probleme. "Das betraf alle vom BIT gehosteten Webservices. Die zeitweisen Beeinträchtigungen traten am Freitag, Montag und Dienstagmorgen auf. Ab Dienstag standen alle Services wieder wie gewohnt zur Verfügung. Die internen Anwendungen der Bundesverwaltung waren nicht betroffen."
 
Automatisch applizierte Security-Regeln führten zu Überlastung
Die Ursache war, wie uns das BIT erklärt, eine Security-Massnahme, die sich etwas anders auswirkte, als gedacht. "Die Ursache für die Zugriffsprobleme ist das erhöhte Security-Regelset, welches täglich dynamisch anhand des Gefahrenpotenzials appliziert wird. Dieses Security-Regelset führte zu einer Überlast auf zentralen Komponenten, wodurch rund 20 Prozent der Anfragen nicht mehr verarbeitet werden konnten und bei anderen Zugriffen zum Teil längere Wartezeiten entstanden."
 
Die Gegenmassnahme ist, dass nun wieder mehr Handarbeit angesagt ist: Aktuell werde das Regelset von Mitarbeitenden vorgängig geprüft und wenn nötig bearbeitet, bevor es appliziert wird, so das BIT, damit die Lastprobleme nicht mehr auftreten und die Sicherheit trotzdem gewährleistet sei. (Hans Jörg Maron)