Robotics-Sparte von ABB soll ausgebaut werden

Im März 2020 tritt Björn Rosengren sein Amt als CEO von ABB an. Er gilt Medienberichten zufolge als Fachmann für Restrukturierung und er soll den Konzernumbau weiterbringen, der sich unter seinem Vorgänger, Ulrich Spiesshofer, hingezogen habe.
 
Unter Rosengrens Leitung soll das Thema Robtics bei ABB an Schwung gewinnen. Er wolle die Sparte Robotics & Discrete Automation ausbauen. Ziel sei, dass die Robotik-Division im Schnitt um sechs Prozent jährlich wächst; die restlichen Sparten um drei Prozent. Die geht aus einem schwedischen Medienbericht hervor, auf den die 'Handelszeitung' aufmerksam geworden ist. Das Wachstum soll auch mit Zukäufen angetrieben werden.
 
Bereits Ende 2018 wurde bekannt, dass ABB die Mehrheit der Stromnetzsparte an Hitachi verkaufen will. Offenbar plant Rosengren auch, die milliardenschwere Sparte Electrification zu verkaufen, wie weiter aus dem Bericht hervorgeht. Hinter den Plänen von Rosengren soll ABB-Aktionär Cevian Capital stecken, der einen "strategischen Käufer" für die Stromnetzsparte suche.
 
ABB kranke seit Jahren an einem unbefriedigenden Umsatzwachstum, trotz den Trends Automatisierung oder Elektromobilität. Im zweiten Quartal habe dann auch noch "das vermeintliche Zugpferd begonnen zu lahmen", schreibt 'NTV'. Dies obwohl ABB Trend-Themen wie Automatisierung, erneuerbare Energien oder Elektromobilität bediene. Die schleppende Entwicklung sei auch einer der Gründe für den Rücktritt von Spiesshofer im April gewesen. (kjo)