Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 36 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Migros nutzt Blockchain, um Obst und Gemüse zu tracken
Der Schweizer Detailhändler Migros führt eine Blockchain-Lösung ein. Ziel ist es, einen besseren Einblick in die Lieferkette von Obst und Gemüse zu erhalten. Dabei setzt Migros auf die Blockchain-Lösung des deutschen Anbieters TE-Food. Das System solle intern genutzt werden, eine Öffnung gegenüber den Verbrauchern sei nicht Gegenstand des Projekts. Zum Einsatz kommt die "FoodChain" genannte Blockchain-Lösung. Dabei handelt es sich um eine "Permissioned Blockchain", die auf der Hyperledger-Technologie basiert.
 
Schweiz verhängt erste Netzsperren
Der Abstimmungskampf um das neue Geldspielgesetz drehte sich vor allem um Netzsperren für ausländische Online-Geldspiele. Das Zensur-Argument zog nicht, die Einführung von Netzsperren wurde an der Urne klar angenommen. Nun haben die Behörden erste Sperren verhängt. Auf der Liste der Lotterie- und Wettkommission (Comlot) stehen über 60 Lotterien und Sportwetten, darunter bet365.com oder interwetten.com. Der Zugang zu diesen Websites muss nun von Swisscom, UPC, Sunrise und weiteren ISPs per DNS gesperrt werden. Die Verfügungen sind noch nicht rechtskräftig, dagegen kann Einsprache erhoben werden.
 
Die Schweiz braucht mehr Fachkräfte für Digitalisierung
Der Staat muss für mehr Ressourcen bei der Digitalisierung einstehen: Bundespräsident Ueli Maurer und Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben an der nationalen Konferenz Digitale Schweiz den Handlungsbedarf des Bundes bei der fortschreitenden Digitalisierung skizziert. "Die Drittstaatenkontingente schränken uns bei der Digitalisierung ein", sagte Maurer. Die Schweiz brauche die weltbesten Spezialisten, weshalb unbürokratische Regelungen nötig seien. Handlungsbedarf sieht der Bundespräsident auch in der Cybersicherheit. "Die Schweiz muss eines der weltweit sichersten Länder sein."
 
Die SBB sucht nun ihre Public-Cloud-Provider
Die SBB sucht im Rahmen ihrer "Hybrid-Multi-Cloud"-Strategie Public Cloud Provider für diverse Bereiche. Es sollen Rahmenverträge mit mehreren Unternehmen abgeschlossen werden, die für den Bahnkonzern Cloud Services erbringen. Die Workloads sollen zu einem "erheblichen Teil" vom heutigen Private- auf Public-Cloud-Anbieter übergehen. Der heutige Private-Cloud-Anbieter für die SBB ist T-Systems Schweiz, bestätigte uns die SBB. Zum konkreten Umfang wollte sich das Unternehmen hingegen nicht äussern, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.
 
Cisco warnt vor schwerer Sicherheitslücke in seinen Routern
Cisco hat seine Router-Kunden über eine schwerwiegende Sicherheitslücke informiert und mahnt sie an, so schnell wie irgend möglich die bereitgestellten Patches einzuspielen. Die Lücke hat im CVSS-System, das bewertet, wie hoch die Gefahr ist, die höchstmögliche Note 10 erhalten. Wenn Angreifer diese Lücke nutzen, könnten sie relativ einfach Login-Daten von Usern abgreifen und damit in weitere Bereiche eines Netzwerks eindringen. Betroffen sind Geräte mehrerer Router-Familien.
 
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