AWS lanciert Blockchain-Alternative QLDB

Amazons Quantum Ledger Database soll es vergleichsweise einfach machen, Transaktionen unveränderlich festzuhalten.
 
Amazon Web Services hat seine im letzten Jahr angekündigte neuartige Datenbank QLDB (Quantum Ledger Database) in den USA sowie in der europäischen Region WU-West 1 Irland) generell verfügbar gemacht. Weitere Regionen sollen bald folgen. Die Datenbank wird Anwendern als voll gemanagter Service angeboten.
 
QLDB bietet laut AWS Anwendern ähnlich wie Blockchain- bzw. Distributed Ledger-Technologien die Möglichkeit, Transaktionen jeglicher Art permanent aufzuzeichnen, ohne dass sie nachträglich manipuliert oder gelöscht werden können. Herkömmliche Datenbanken bieten solche Funktionen nicht per se, sie müssen durch Individualentwicklungen hinzugefügt werden.
 
Die Sicherung erfolgt bei QLDB über ein Log beziehungsweise ein Journal, das jede Änderung der Daten verfolgt und unveränderbar und nachträglich immer überprüfbar aufzeichnet. Dies wird durch eine kryptographische Technologie sichergestellt. Die QLDB beruht aber nicht auf der Blockchain-Technologie, welche, wie AWS argumentiert, sehr komplex sein kann. QLDB biete Entwicklern dagegen vertraute SQL-ähnliche APIs, ein flexibles Datenmodell und vollen Support für Transaktionen.
 
Die Daten sind zudem zentral gespeichert, die Transaktionsdatenbank wird also nicht auf verschiedene Akteure verteilt, was laut AWS unter anderem eine höhere Geschwindigkeit bei der Verarbeitung von Transaktionen ermöglicht.
 
Zu den Kunden und Partnern, die QLDB bereits als Pionieranwender nutzen beziehungsweise testen gehören laut AWS Splunk, die schwedische Klarna Bank sowie Accenture. (hjm)