ABB baut neue Fabrik für Robotik und ein KI-Zentrum in China

Der Technologiekonzern ABB hat im chinesischen Kangqiao nahe Shanghai den Grundstein für eine neue Fabrik gelegt. Auf einer Fläche von rund 67'000 Quadratmetern werde bis Anfang 2021 eine Produktions- und Forschungsstätte für Robotik entstehen, teilte ABB mit. Am Standort soll künftig auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum beheimatet sein, das sich auf KI fokussiert.
 
Die Fabrik wird dort die heutige Stätte des Konzerns ersetzen. Das Investitionsvolumen liegt laut ABB bei umgerechnet 150 Millionen US-Dollar. Die Anlage sei die "digitale Fabrik der Zukunft", heisst es seitens des Konzerns. Man setze auf neuste Techniken für die Mensch-Roboter-Kollaboration, automatisch gesteuerte Fahrzeuge, Daten-Auswertung über digitale Twins sowie Machine Learning für die Verbesserung der Produktivität und der Qualität.
 
Die neue Fabrik sei ein Meilenstein für ABB in China, dem grössten Markt für Robotik, hiess es. Im Jahr 2017 sei weltweit jeder dritte Roboter nach China verkauft worden. Mit den Robotik-Lösungen bedient ABB in Asien eine breite Kundenbasis, etwa in der Auto-, der Elektronik-, der Logistik-, der Pharmabranche oder in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.
 
Der designierte ABB-CEO Björn Rosengren hat erst kürzlich erklärt, dass er die Robotics-Sparte stark ausbauen will. In einer Mitteilung lässt nun Sami Atiya, President of ABB’s Robotics and Discrete Automation, verlauten: "Wir schätzen, dass sich die Breite und Tiefe unseres Portfolios In den kommenden Jahren nahezu verdoppeln wird. Das bedeutet, dass wir eine Fabrik brauchen, die eine grössere Vielfalt an Robotern produzieren und die Volumina effizient skalieren kann".
 
Insgesamt betreibt ABB Robotics weltweit drei Fabriken. (Keystone-sda/ts)