Steuerstreit: Google zahlt in Frankreich eine Milliarde Dollar nach

Google zahlt in einem Steuerstreit eine Milliarde Dollar an Frankreich. Das sieht eine Einigung mit der Regierung in Paris vor, wie Google mitteilte. Die Einigung soll dem Konzern weitere juristische Schritte wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung ersparen.
 
Ähnliche Abkommen hatte Google zuvor mit Grossbritannien und Italien geschlossen. Die Google-Zahlung beläuft sich auf insgesamt 965 Millionen Euro. Nach Angaben des Konzerns akzeptierte Google eine Strafe von 500 Millionen Euro sowie eine Steuernachzahlung in Höhe von 465 Millionen Euro. Die Pariser Finanz-Staatsanwaltschaft hatte dem Konzern vorgeworfen, seine Gewinne in Frankreich kleinzurechnen.
 
Streitigkeiten mit der Schweizer Regierung um Steuernachzahlungen gibt es rund um Google Schweiz offenbar keine. In Zürich gab die Steuerfrage anlässlich des 15jährigen Jubiläums von Google Schweiz dennoch wieder zu reden. Laut 'Tages-Anzeiger' ist nach wie vor unklar, wie viel Steuern der Konzern am Standort Zürich zahlt. Google habe "eine Auskunftssperre für die Daten des Steuerregisters erlangt. Eine Massnahme, die juristische Personen gemäss Steueramt 'eher selten' anwenden", schreibt die Zeitung. (Keystone-sda/mag)