Nehmen die USA nun auch Alibaba und Co. ins Visier?

Nach Huawei gelangen weitere chinesische Tech-Giganten ins Visier US-amerikanischer Politiker. Die Technologiekonzerne seien eine "Verlängerung der Regierung", sagte ein Beamter des Aussenministers in einer Rede während einer Security-Konferenz. Weiter habe er angedeutet, dass die Trump-Administration in Erwägung ziehe, Massnahmen gegen chinesische Tech-Unternehmen zu ergreifen, berichtet 'The Information'.
 
In seiner Rede habe Christopher Ashley Ford, stellvertretender Sekretär des Büros für internationale Sicherheit und Nichtverbreitung, die beiden Telekomausrüster Huawei und ZTE genannt sowie auch Alibaba, Tencent und Baidu. Die Tech-Konzerne würden die chinesische Regierung beim Ausbau ihres Überwachungssystems unterstützten. Die Unternehmen hätten nicht wirklich die Möglichkeit, "Nein" zu sagen, wenn die kommunistische Partei oder Beamte um ihre Unterstützung bitten.
 
Es sei zwar ein offenes Geheimnis in Washington, dass die Trump-Regierung es auf die chinesischen Tech-Giganten abgesehen habe. Aber es sei das erste Mal, dass diese Firmen nun explizit von einem höheren Beamten genannt worden seien, wird ein Security-Experte von 'The Information' zitiert. Andere Beobachter hingegen beschwichtigen. Trump habe sich immer wieder Beratungsresistent gezeigt. Deshalb sei es wohl etwas weit hergeholt, die Aussagen dieses Beamten als Kurs der Regierung zu interpretieren. (kjo)