Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 37 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
IT-Chef wird CEO von Swisscom Broadcast
Bei der Swisscom-Tochter Swisscom Broadcast übernimmt ab dem 15. November Dominik Müller, bisher Head of Network, IT & Operations, das Ruder als CEO. Müller arbeitet bereits seit zehn Jahren für Swisscom Broadcast, davon vier Jahre als Mitglied der Geschäftsleitung. Müllers Vorgänger Jean-Paul de Weck hat Swisscom Broadcast zwölf Jahre lang geleitet. Nun lässt er sich im Frühling 2020 pensionieren.
 
Die Netzsperren des Bundes funktionieren nicht
Anfang September hatte der Bund als Konsequenz aus dem neuen Geldspielgesetz erste Netzsperren verhängt. Doch die Sperren funktionieren nicht. Die grossen Anbieter haben diese zwar umgesetzt, doch über mehrere anderen Provider sind zum Beispiel ausländische Online-Casinos weiterhin zugänglich. Fredy Künzler, CEO und Verwaltungsrat des Internetanbieters Init7, erklärte dazu: "Wir haben von den Aufsichtsbehörden bisher keine Verfügung erhalten, wonach wir die Netzsperren umsetzen müssten, also unternehmen wir vorerst auch nichts." Der SP-Stadtparlamentarier von Winterthur kritisiert eine "massive Rechtsungleichheit“, weil Schweizer Internetprovider die Netzsperren in ihre DNS-Server implementieren müssten, "während zum Beispiel Google und Cloudflare mit ihren Servern einfach in Ruhe gelassen werden".
 
Weltes Welt: You dreamer du
Er ist wieder da, unser Kolumnist Beat Welte. In seiner neusten Kolumne widmet er sich dem Thema der Schweizer Cloud: Eifrig werde eine Fiktion kultiviert: Nämlich diejenige vom sicheren Schweizer Cloud-Datenluftschloss. Nicht anders sei zu erklären, schreibt Welte, dass die Grossen der Branche helvetische Cloud-Datencenter lancierten – und auf viel Gegenliebe der sicherheitsbewussten Schweizer stossen würden. Google und Microsoft machten den Anfang, chinesische Anbieter würden folgen.
 
Cyberattacken: die gefährlichen 99 Prozent
Cyberkriminelle entwickeln weiterhin Techniken, die mehr auf Menschen als auf Infrastrukturen abzielen und die auf menschlicher Interaktion und weniger auf automatisierten Exploits beruhen. 99 Prozent der vom Seucrity-Spezialisten Proofpoint beobachteten Angriffe erforderten eine menschliche Interaktion, die dann zur Installation von Malware, Offenlegung von Daten und mehr führten. "Cyberkriminelle zielen hauptsächlich auf Menschen ab, weil das Versenden betrügerischer E-Mails, das Stehlen von Anmeldeinformationen und das Präparieren von Cloud-Anwendungen mit gefährlichen Payloads einfacher und weitaus profitabler ist, als die Entwicklung eines teuren, zeitaufwendigen Exploits", erklärt Kevin Epstein von Proofpoint.
 
COO der Novartis-IT wechselt zu EY
EY Schweiz ernennt einen Chief Operating Officer (COO). Es handelt sich um Scott Mason, der per 1. Oktober die neu geschaffene Funktion einnimmt und gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung wird. Mason wechselt laut seinem LinkedIn-Profil nach 13 Jahren bei Novartis zu EY. Beim Basler Konzern ist er seit 2016 als COO der IT tätig, nachdem er zuvor die Funktionen eines CTO, eines Chief Information Operations Officer sowie Head of IT Strategy and Transformation bekleidet hatte.
 
Nie mehr eine Story verpassen? Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter!