ETH-Professor erhält Millionen-Preis für Leistungen im Machine Learning

Bernhard Schölkopf, affiliierter Professor der ETH Zürich, hat den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis erhalten. Der 51-jährige Physiker, Mathematiker und Philosoph erhält die Auszeichnung für seine Leistungen im Bereich Machine Learning. Er erhalte damit einen der renommiertesten Preise der Wissenschaft, den auch schon sechs spätere Nobelpreisträger erhalten hätten, schreibt 'ETH News'.
 
Schölkopf und sein Team sind spezialisiert auf Algorithmen, die IT-Systemen flexibles reagieren auf Situationen ermöglichen. Sie kommen etwa in selbstfahrenden Autos zum Einsatz, wie 'ETH News' berichtet. Schölkopfs Methoden und Programme werden aber darüber hinaus in einem breiten Feld von der Biologie über die Medizin bis zu den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften angewandt.
 
Anerkennung kriegt der Wissenschaftler insbesondere für seine Arbeit mit Support Vector Machines (SVM), einem maschinellen Lernverfahren mit dessen Hilfe KI-Berechnungen schnell und präzise erfolgen sollen. Eine wichtige Anwendung von SVM ist etwa in der Medizin die Erkennung von Tumoren.
 
Bernhard Schölkopf ist seit 2011 Direktor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme. An der ETH Zürich ist er seit Dezember 2018 affiliierter Professor. Gemäss dem Forschungsmagazin 'Science' zählt er zu den zehn einflussreichsten Computerwissenschaftlern der Welt. (ts)