Adieu, hasta luego und pfiat di, Investomat

Die Glarner Kantonalbank beerdigt ihren Robo-Advisor "Investomat" Ende November wieder. Dies wegen zu geringer Nachfrage seitens Anlagekunden und "generell geringen Marktanteilen, die Robo Advisors in der Schweiz bisher gewinnen konnten. Eine Trendwende ist diesbezüglich in absehbarer Zeit nicht zu erwarten", so die Bank in einer Mitteilung.
 
Der Investomat, Anfang 2015 lanciert, galt als Pioniertat bei der Digitalisierung einer Bank. Mit diesem oder auch dem "Hypomat" erwarb sich die GLKB den Ruf eines Vorbilds. Jetzt wird klar, dass man an den Anlagekunden vorbeientwickelt hat. Vielleicht nicht in allen Digitalisierungs-Projekten, jedenfalls lebt der "Hypomat" weiter.
 
Statt in die Avantgarde zu investieren geht es die GLKB nun bodenständiger an. Man wolle "digitale Prozesse und Toolunterstützung mit den Vorteilen der persönlichen Beratung optimal kombinieren", heisst es.
 
Vielleicht ist die GLKB nun auch ein Vorreiter in Sachen Robo-Advisor, und diese sind in der Schweiz bald eine bedrohte Art. Eine neue Schweizer Bankenstudie deutet an, dass es bei Schweizer Banken nicht an digitalen Angeboten mangelt, sondern teilweise eher am Kundenbedürfnis für diese. Die Studie bezog sich zwar auf Firmenkunden, aber die mangelnde Digitalisierungsbegeisterung der Schweizer Bankkunden gehört inzwischen zur Standardklage von Bankern.
 
Der Investomat basierte auf einer Funktion der Finanzplattform "Additiv DFS", welche schon 2012 Preise erhalten hat. (mag)