Studie: Schweiz ist digital wett­be­werbs­­fähig, aber…

Die Schweiz hat ihren Spitzenplatz im internationalen Vergleich der digitalen Wettbewerbsfähigkeit gehalten. Laut dem "IMD World Digital Competitiveness Ranking" 2019 belegt die Schweiz wie im Vorjahr den fünften Platz.
 
Das digital wettbewerbsfähigste Land ist die USA, gefolgt von Singapur, Schweden und Dänemark. Die Studie des Lausanner Management-Instituts IMD vergleicht 63 Länder nach den Haupt-Kriterien Wissen, Technologie und Zukunftsfähigkeit.
 
Die Schweiz schneidet insbesondere unter dem Stichwort "Wissen" mit dem zweiten Platz hervorragend ab. Darunter versteht das Institut die Fähigkeit, neue Technologien zu verstehen und zu lernen.
 
Etwas schlechter sieht es bei der "Technologie" und der "Zukunftsfähigkeit" aus. Hier rangiert die Schweiz jeweils auf Platz zehn. Unter "Technologie" wird die Kompetenz eines Landes gemessen, digitale Innovationen zu entwickeln. "Zukunftsfähigkeit" meint die Offenheit gegenüber künftigen Entwicklungen.
 
Finanzierung des digitalen Fortschritts eher mager
Betrachtet man die Subfaktoren, ergeben sich für die Schweiz gute Werte mit Blick auf die wissenschaftlichen Kompetenzen sowie auf die Fähigkeit, IT zu integrieren.
 
Mässiger im internationalen Vergleich ist dagegen laut IMD das für den digitalen Fortschritt vorhandene Kapital sowie das regulatorische Umfeld. Und auch im Bereich Training und Erziehung liegt die Schweiz lediglich im vorderen Mittelfeld.
 
Das IMD-Klassement zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit wurde im Mai 2017 zum ersten Mal erstellt. Dabei werden Daten wie etwa Patentanmeldungen im High-Tech-Sektor, Nutzerdaten oder Statistiken zu Studienabsolventen und anderen Themen herangezogen. Aber auch "weiche Daten" wie etwa Meinungsumfragen unter Managern fliessen in die Rangliste ein, wie das Institut schreibt. (Keystone-sda/ts)