Schweizer GPS-Ticketing Fairtiq bald in ganz Österreich im Einsatz?

Die Schweizer GPS-Ticketing-Lösung Fairtiq konnte im Mai 2018 einen ersten Partner im Ausland vermelden: Der österreichische Verkehrsverbund Vorarlberg, begann damals die volle Funktionalität von Fairtiq zu implementieren. Nun gibt es aus dem Nachbarland wieder Neuigkeiten für das Berner Startup: Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) prüften nämlich in einer Konzeptphase den Einsatz der Lösung im gesamten Land, wie 'Der Standard' heute meldet.
 
Sollte die Lösung tatsächlich in ganz Österreich produktiv eingesetzt werden, wäre das ein grosser Erfolg für das Berner Startup, dessen Lösung derzeit in der Schweiz sowie in Liechtenstein, Vorarlberg und Linz im Einsatz ist. Bereits im Januar konnte Fairtiq ein Projekt mit grossem Potential an Land ziehen: Zusammen mit dem Verkehrsunternehmen Go-Ahead kann das Jungunternehmen eine ÖV-Lösung für Grossbritannien entwickeln.
 
Hierzulande testet die SBB derzeit Fairtiq, aber auch den hiesigen Konkurrenten Lezzgo. Wer sich hier durchsetzt, dürfte einen grossen Schritt im hiesigen Markt nach vorne machen. Ob eine Konkurrenz zu Fairtiq und Lezzgo entsteht, man auf eine der beiden Lösungen setzt oder die Hintergrundsysteme gar zusammengelegt werden, will man seitens SBB offenlassen. Man werde dies zu gegebener Zeit kommunizieren, heisst es auf Anfrage von inside-it.ch lediglich.
 
Auch Lezzgo ist schweizweit einsetzbar. Die Applikation wurde unter Federführung der Berner BLS entwickelt und kann in etwa dasselbe wie Fairtiq. Die Zürcher ZVV hat vor einigen Tagen beschlossen, die Lösung endgültig in ihre App einzubinden, nachdem sie in einer Testphase bereits in der ZVV-App nutzbar war.
 
User der beiden Schweizer Lösungen müssen nicht im Vorfeld ein Ticket kaufen, sondern checken sich beim Beginn einer Fahrt mit der App ein und an der Endstation wieder aus. Basierend auf GPS-Daten soll ihnen danach der jeweils bestmögliche Ticket-Preis verrechnet werden. (ts)