Stallman muss bestätigen, dass er GNU-Leiter bleibt

Von seinen Funktionen bei der Free Software Foundation (FSF) und am MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory musste Richard Stallman unter öffentlichem Druck kürzlich zurücktreten.
 
So gilt nun Stallman als ein indirektes Opfer des "Epstein-Skandals" und der Männer, die darin involviert gewesen sein sollen.
 
Ein bitterer Entscheid wohl für ihn, immerhin ein Gründer der FSF.
 
Nun macht er klar, dass er nicht gedenkt, auch beim GNU-Projekt abzudanken. "Ich bin immer noch der Leiter des GNU-Projekts (der "Chief GNUisance"), und ich beabsichtige, als solcher fortzufahren", schreibt Stallman in einer kurzen Nachricht auf der GNU-Website. "Ich habe nicht die Absicht, in absehbarer Zeit aufzuhören," ergänzt er auf seiner persönlichen Website stallman.org.
 
Als Begründung schreibt er, "das GNU-Projekt und die FSF sind nicht dasselbe". Worin er die Unterschiede in diesem Zusammenhang sieht, erklärt der Pionier der freien Software und Träger von über 20 Preisen und Ehrendoktortiteln nicht.
 
Warum Stallman überhaupt den Post machte, ist auch nicht 100 Prozent klar. Es kursieren Aussagen, dass Stallmans persönliche Website von einem FSF-Mitarbeiter mit einer Rücktritts-Ankündigung "entstellt" worden sei. Auf das Vorkommnis deutet ein Eintrag zuoberst auf stallman.org hin: "I found new interim housing — thanks to those who helped." (mag)