Swisscom lanciert neuen Out­sourcing-Service für Banken

Das Angebot ist eine Verbindung zwischen dem Kernbankensystem und den nationalen und internationalen Zahlungsverkehrssystemen.
 
Swisscom bringt mit dem "Financial Messaging Service Bureau" (FMSB) einen neuen Outsourcing-Service für Banken auf den Markt. Dabei handle es sich um eine Verbindung zum nationalen und internationalen Zahlungsverkehr. Auch erste Kunden hat Swisscom laut Mitteilung bereits: Seit Anfang September 2019 werde der Service von der Basler Kantonalbank und Bank Cler genutzt. Die Digitalbank Yapeal habe sich ebenfalls dafür entschieden. Letztere ist jedoch noch nicht gestartet, sondern wartet laut 'Finews' noch auf die Fintech-Lizenz der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma).
 
Das Swisscom-Angebot sei eine Verbindung zwischen dem Kernbankensystem der Bank und dem Zahlungsverkehrs-Systemen – unabhängig vom verwendeten Kernbankensystem und den Schnittstellen der Bank, schreibt der Telco. Swisscom übernehme die Anbindung an den nationalen und internationalen (SIC und Swift) Zahlungsverkehr und durchleuchte für die Banken ein- und ausgehende Finanztransaktionen unter Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Dabei würden die Meldungen nach Anforderungen der offiziellen Sanktionen und Embargos sowie nach ihrer Compliance- und Risikobeurteilungen durchsucht.
 
Ein spezialisiertes Team sichere die laufende Aktualisierung der Lösung für Transaktionen von SIC, EuroSIC, Secom und Swift, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Service werde in einem nach Tier-IV zertifizierten Schweizer Rechenzentrum betrieben. Sämtliche Komponenten für Software, Sicherheit und Betrieb stammen ebenfalls aus der Schweiz. Ein zentrales Element des FMSB sei die Software des Zürcher Herstellers AnaSys. Das 1989 gegründete Unternehmen ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Software und Services im Financial Messaging spezialisiert. (kjo)