Ransomware: Drei Spitäler müssen Patienten ablehnen

Am 1. Oktober wurden gleich zehn Krankenhäuser Ziel eines Angriffs mit Ransomware: drei in den USA, sieben in Australien. Die betroffenen Spitäler in Alabama mit insgesamt 850 Betten mussten deswegen weitgehend ihre Patientenaufnahme schliessen.
 
Erpresser blockierten Teile des Computersystems der drei US-Krankenhäuser, die von DHC Health System betrieben werden, und forderten Lösegeld, berichtet 'Ars Technica'. Durch die Blockade sei es den Spitälern nicht mehr möglich, neue Patienten aufzunehmen, mit Ausnahme von absoluten Notfällen.
 
Für die bereits vorher hospitalisierten Patienten bestehe keine Gefahr, schreibt DHC in einer Mitteilung: "Die Krankenhäuser haben unsere Notfallverfahren implementiert, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten, falls computerabhängige Technik nicht verfügbar ist."
 
Genauere Details zur Art der Malware und dem Hintergrund der Erpresser sind bis jetzt nicht bekannt.
 
Im australischen Bundesstaat Victoria wurden sieben Krankenhäuser ebenfalls Opfer von Ransomware. "Wir mussten einige nicht dringende Operationen und Termine absagen", erklärte Barwon Health, der Betreiber eines der betroffenen Spitäler. Es seien manuelle Abläufe installiert worden, um sicherzustellen, dass die Patientenversorgung fortgesetzt werden kann.
 
Über weitere Hintergründe der Ransomware ist auch in Australien bis jetzt nichts bekannt. Ein Zusammenhang mit den Angriffen in den USA soll aber nicht bestehen. (paz)