Die IT-Woche: 

Betrüger klauen Kundengelder, Docker sucht Geld und die Digitalisierung wirkt auf die SBB.
 
Digitalisierung der SBB könnte 10'000 FTEs kosten
"Ein Grossteil der SBB-Mitarbeitenden ist durch die Digitalisierung betroffen", so das Ergebnis einer PwC-Studie. Primär liegt der Ursprung der prognostizierten Veränderungen vor allem in der Automatisierung. Zwei Zukunftsszenarien werden beschrieben: Bei einem hat die SBB wegen der Digitalisierung künftig 5500 Vollzeitpensen (FTEs) weniger als heute. Tritt das zweite Szenario ein, so schrumpfen die heutigen FTEs von 26'400 auf 16'400. Demographische Entwicklungen sollen den Abbau aber relativieren. Denn die Autoren rechnen vor, im Zeitraum 2025 bis 2035 würden mehr SBB-Mitarbeitende pensioniert als FTEs wegfallen.
 
Geht Docker das Geld aus?
Docker versucht fieberhaft, frisches Kapital aufzubringen, wie aus einem internen E-Mail des neuen Docker-CEOs Rob Bearden hervorgeht, das US-Medien vorliegt. "Ich wollte ein kurzes Update darüber geben, wo wir stehen. Wir befinden uns derzeit in aktiven Verhandlungen mit zwei Investoren und arbeiten an endgültigen Konditionen", schreibt der CEO. "Wir sollten in der Lage sein, euch in den nächsten Wochen ein umfassenderes Update zu liefern." 2017 wurde Docker mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet. Profitabel war die Open-Source-Software von Docker bis anhin nicht.
 
Ransomware: Drei Spitäler müssen Patienten ablehnen
Am 1. Oktober wurden mehrere Krankenhäuser Ziel eines Angriffs mit Ransomware: drei in den USA, sieben in Australien. Die betroffenen Spitäler in Alabama mit insgesamt 850 Betten mussten deswegen weitgehend ihre Patientenaufnahme schliessen. Erpresser blockierten Teile des Computersystems der drei US-Krankenhäuser, die von DHC Health System betrieben werden, und forderten Lösegeld. Es sei nicht mehr möglich, neue Patienten aufzunehmen, mit Ausnahme von absoluten Notfällen. Genauere Details zur Art der Malware und dem Hintergrund der Erpresser sind bis jetzt nicht bekannt.
 
Seco-Korruptionsfall: Anklage gegen vier Personen
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat in der Bestechungsaffäre um die Vergabe von IT-Aufträgen im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Anklage gegen vier Personen erhoben. Im Fokus der Anklage stehen gemäss BA mehrere hundert freihändige Vergaben von IT-Aufträgen des Seco an externe IT-Firmen unter Missachtung des geltenden Beschaffungsrechts. Ein früherer Seco-Ressortleiter soll unrechtmässig über 1,7 Millionen Franken kassiert haben. Er wird von der BA hauptsächlich wegen Sich-bestechen-lassens sowie ungetreuer Amtsführung angeklagt. Zwei Unternehmern wird insbesondere ungetreue Geschäftsbesorgung sowie Bestechen vorgeworfen. Einem dritten wird Bestechen zur Last gelegt.
 
Betrüger dringen in Digitec-Galaxus-Konten ein
Hunderttausende Konten von Digitec-Galaxus-Kunden sind von Betrügern angegriffen worden. Bei ein paar tausend Konten war der Angriff erfolgreich und bei 40 Kunden haben die Betrüger das Guthaben der Konten geplündert. Die Betrüger haben nicht die Systeme von Digitec Galaxus gehackt sondern E-Mail-Adressen und Passwörter im Internet gekauft. Solche Listen von E-Mail- und Passwort-Kombinationen gebe es "wie Sand am Meer" und sie seien sehr günstig, so Unternehmenssprecher Alex Hämmerli. Die Adresslisten stammen aus Datenlecks bei anderen Unternehmen. Die Kombinationen werden dann automatisiert ausprobiert.
 
Übrigens: Am 1. Oktober feierte inside-it.ch seinen 15. Geburtstag. Ein paar Eindrücke der Feier finden Sie in diesem Artikel sowie in einer Facebook-Bildergalerie.
 
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