Deutsche Bank gibt Ein­blicke in die neue IT-Strategie

Bei der Informatik der Deutschen Bank wird offenbar kein Stein auf dem anderen gelassen, wie Anfang Sommer bekannt wurde. Nun gibt der IT-Chef Bernd Leukert seinen Mitarbeitenden einen Einblick in die neue IT-Strategie. Dies berichtet die Nachrichtenagentur 'Reuters', der das Memo des ehemaligen SAP-Managers vorliegt.
 
Ziel sei es, die Kosten zu senken und auch die Komplexität in "bisher nicht gekanntem Umfang" zu reduzieren. Insgesamt sollen Prozesse vereinfacht werden und die Mitarbeitenden aus der IT und dem Business enger zusammenarbeiten. Ausserdem soll vermehrt wieder Inhouse entwickelt werden.
 
"Im Kern erlaubt unsere Technologiestrategie es dem Business zu kontrollieren, 'Was' produziert wird, während die Technologie die Kontrolle über das 'Wie' hat", zitiert 'Reuters'.
 
Die Informatik der Deutschen Bank gelte als veraltet, schreibt das 'Handelsblatt' und berichtet von IT-Pannen in der Vergangenheit. Der ehemalige Chef John Cryan beschwerte sich laut 'Reuters' 2015 über "lausige Systeme" und "sehr langsame Prozesse". Und die ehemalige COO Kim Hammonds habe die Bank als "enorm komplex" und als das "dysfunktionalste Unternehmen" beschrieben, in dem sie je gearbeitet habe.
 
Leukert werde für die zentrale Informatikabteilung verantwortlich sein. Damit sei er laut dem Memo unter anderem für IT-Sicherheits-, Daten- und Innovationsfunktionen zuständig. Die Zahl der Applikationen soll reduziert werden und auch von Cloud ist die Rede, wobei dies von 'Reuters' nicht weiter ausgeführt wird.
 
Im Juli 2019 gab die Deutsche Bank eine umfassende Reorganisation bekannt im Zuge derer massiv in Innovation und Technologie investiert werden soll. (kjo)