Revision Informatik-Lehre: Zwischen Grundlagen und Flexibilisierung

Die Kommission Berufsentwicklung & Qualität (B&C) führt derzeit die in den Bildungsverordnungen festgelegte periodische 5-Jahres-Überprüfung des Berufsbildes Informatiker/in EFZ durch. Man sei nach reiflicher Überlegung zum Schluss gekommen, dass die bestehende Bildungsverordnung (BiVo) und die Bildungspläne (BiPla) des Berufs Informatiker/in EFZ "optimiert aber nicht radikal geändert" werden müsse, heisst es auf der Website von ICT-Berufsbildung Schweiz.
 
Mit der Überprüfung des Berufsbildes Informatiker/in EFZ soll die Grundbildung auf ihre Aktualität und Qualität untersucht werden.
 
Seit Herbst 2018 arbeitet der Vorstand des Zürcher Lehrbetriebsverbands ICT (ZLI) mit der Fachgruppe Informatik und Vertretern der Wirtschaft an Ideen, wie ein zukünftiges Informatikberufsbild aussehen könnte, schreibt der ZLI in einem Newsletter. Der ZLI ist die für die ICT-Berufsbildung im Kanton Zürich zuständige Organisationen der Arbeitswelt (OdA).
 
Es sei eine grosse Herausforderung, etwas Neues, Innovatives und Flexibles zu bauen, um all jene IT-Firmen, welche die Digitalisierung schon umgesetzt hätten, motivieren zu können, Ausbildungsplätze zu schaffen. Gleichzeitig aber müsse auch Bewährtes Platz haben, da es auch Firmen gebe, die bei der Digitalisierung erst am Anfang stünden, so der Verband.
 
Der ZLI sei deshalb der "Überzeugung, dass es einen grossen Schritt" brauche, um die in Zürich geforderten zusätzlichen 1000 Ausbildungsplätze zu schaffen. Es soll ein Berufsbild kreiert werden, das nachhaltig dem ICT-Fachkräftemangel entgegenwirke, heisst es im Newsletter. Es solle eine Berufslehre sein, die Grundkompetenzen vermittle und gleichzeitig Flexibilität biete, um sich in gewisse Themen zu vertiefen.
 
Anfang November werde an der ZLI-Fachgruppensitzung Informatik ein konkretes "Positionspapier Zürich" besprochen und verabschiedet. (kjo)