Elca bleibt für die Verkehrs­unfall-Analyse beim Bund zuständig

Beim Bundesamt für Strassen (Astra) wird ab 2020 die Software-Schmiede Elca für weitere sieben Jahre die VUGIS genannte Auswertung von Verkehrsunfällen mittels GIS (Geoinformationssystem) übernehmen. Die Verkehrsunfallanalyse ist Teil des Managementinformationssystems Strasse und Strassenverkehr (Mistra) und wird deshalb auch Mistra VU genannt. Der Auftrag schlägt mit knapp 4,3 Millionen Franken zu Buche, wie dem Zuschlag zu entnehmen ist. Er umfasst die Wartung, den Support, die Anpassung und Optimierung des Hilfsmittels zur Visualisierung und Auswertung von Verkehrsunfalldaten.
 
Es handelt sich faktisch um eine Vertragsverlängerung. Denn wie das Astra auf Anfrage mitteilt, wurde bereits die aktuelle "Softwareversion von VUGIS 2013 von Elca entwickelt und eingeführt, genauso erfolgt die Softwarepflege derzeit durch Elca". Und auf die Ausschreibung war nur ein Angebot von Elca eingegangen.
 
Das ist insofern wenig verwunderlich, weil der potentielle Anbieter dem Astra unter anderem erklären musste, wie die "Übernahme des heutigen Systems, die Einarbeitung des Teams und der Aufbau der Entwicklungsinfrastruktur" erfolgt. Neben der dazu erforderlichen Agenda wurde zudem eine Analyse der Stärken und Schwächen der genutzten Basis-Software-Komponenten und der Architektur von VUGIS inklusive Verbesserungsmöglichkeiten gefordert.
 
Weiter waren die Optimierung der Arbeitsprozesse, -techniken und -werkzeuge sowie die konkrete Qualitätssicherung und -dokumentation anzugeben. Ausserdem wollte das Astra wissen, wie Änderungsanträge mittels agiler Vorgehensmethode umgesetzt werden und wie diese "mit der übergeordneten Projektführungsmethode Hermes" kombiniert werden können. (vri)