Die IT-Woche: 

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 42 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
VBS ernennt den ersten Cyber-Chef
Roger Michlig, bislang Leiter des Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis (RWO), wechselt in die Geschäftsleitung des Generalsekretariats im VBS. Dort wird er die neue Abteilung "Cyber, Informatik und Informationssicherheit CII" leiten. Zu seinen Aufgaben gehören die Beratung und Unterstützung der Departementsführung in den Bereichen Cyber- und Informationssicherheit sowie der Aufbau und Einsatz moderner Informatiktechnologien. Michlig hat Betriebsökonomie an der Universität Bern studiert und einen MBA an der Universität St. Gallen absolviert. Er leitete das RWO seit der Gründung 2008 und arbeitete zuvor bei dem von ihm mitgegründeten Unternehmen Valais Prime Food. Know-how im IT-Bereich oder in der Cyber-Security wurde vom Generalsekretariat des VBS in der Stellenausschreibung nicht verlangt.
 
Amazon sagt Oracle nicht leise "Adieu", sondern mit knallenden Korken
"Amazons Kunden-Business hat gerade seine letzte Oracle-Datenbank deaktiviert", meldete ein AWS-Evangelist. Die Migration an sich ist seit einiger Zeit bekannt, da sie mehrere Jahre dauerte und 75 Petabyte an internen Daten umfasste, die in fast 7500 Oracle-Datenbanken gespeichert waren. Involviert waren über 100 AWS-Teams. "Im Laufe der Jahre stellten wir fest, dass wir zu viel Zeit mit der Verwaltung und Skalierung von Tausenden von Oracle-Legacy-Datenbanken verbringen", begründete AWS den Schritt. Es liessen sich auch Kosten sparen: Allein 60 Prozent der früheren Datenbankkosten würden wegfallen, trotz der Oracle-Sonderkonditionen, die man gehabt habe.
 
Apple Pay für Schweizer Mastercard- und Visa-Kunden lanciert
Der Mobile-Payment-Dienst Apple Pay wird in der Schweiz immer breiter verfügbar. Neu kann er auch von Kunden des Kartenherausgebers Viseca und teilnehmenden Banken genutzt werden. Apple Pay funktioniere per sofort mit sämtlichen Visa- und Mastercard-Karten von Viseca. Erstmals ist es laut dem Herausgeber auch möglich, Apple Pay mit einer Debitkarte zu nutzen. Damit würden die Bezahlungen mit Apple Pay direkt dem Bankkonto belastet. Bereits im Frühling hat Swisscard, welche etwa die Karten von Credit Suisse herausgibt, ihren Kunden das Angebot von Apple Pay und Samsung Pay zugänglich gemacht.
 
"Es wird nicht funktionieren, und wenn doch, interessiert's keinen"
Über die Hälfte der Weltbevölkerung hat heutzutage Internetzugang. Die Grundlagen dafür wurden vor ziemlich genau 50 Jahren gelegt. Am 29. Oktober 1969 kommunizierten zum ersten Mal zwei Computer über das Arpanet miteinander. Das Arpanet war gebaut worden mit dem Ziel, Computer von Universitäten, die Forschung für die US-Regierung betrieben, untereinander zu verbinden, um einen schnelleren Informationsaustausch zu ermöglichen. Die Unis tauschten ihre Daten damals noch per Post aus. Es wäre doch praktisch, wenn man via Telefonleitung Daten hin- und herschicken könnte, dachte sich der Ingenieur Leonard Kleinrock von der University of California in Los Angeles. "Sie haben mir gesagt, es würde nicht funktionieren, und falls doch, hätte ohnehin niemand Interesse daran."
 
Mit Selfie statt Bordkarte ins Swiss-Flugzeug einsteigen
Anfang 2020 will Star Alliance eine biometrische Lösung zur Gesichtserkennung einführen, um die physische Bordkarte überflüssig zu machen. Dies erklärte CEO Jeffrey Goh laut Medienberichten an einer Veranstaltung. Um die Lösung nutzen zu können, müssten Passagiere ein Selfie von sich hochladen und ihre Identität über einen Online-Service oder an einem Flughafen verifizieren. Anschliessend können sie per Gesichtserkennung einchecken, Gepäck abgeben oder die Sicherheitskontrolle passieren. Gespeichert würden die Daten von der Star Alliance, und die einzelnen Fluggesellschaften würden die Alliance nach Nutzung bezahlen. Swiss ist seit 2006 Mitglied der Star Alliance.
 
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