Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 43 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Der IT-Dienstleister der Armee erhält einen neuen Chef
Alain Vuitel wird neuer Leiter der Führungsunterstützungsbasis FUB, dem IT-Dienstleister der Armee. Er folgt auf Thomas Süssli, der im September zum neuen Armeechef ernannt wurde. Seit 2016 ist Vuitel Chef Militärischer Nachrichtendienst & Dienst für Präventiven Schutz der Armee. Seine neuen Aufgaben übernimmt er per 1. Januar 2020. Gleichzeitig wird er zum Divisionär befördert. Die FUB sorgt eigenen Angaben zufolge dafür, dass die Armee ihre Einsätze erfüllen kann, stellt Informations- und Kommunikationssysteme sowie ERP-Anwendungen im VBS bereit und ist Zentrum für elektronische Operationen bei der Abwehr von Cyber-Angriffen. Als Chef der FUB wird Vuitel somit auch für den Bereich Cyber Defence verantwortlich sein, der der FUB angegliedert ist.

Drei populäre VPN-Anbieter gehackt
Hacker drangen in einen Server des beliebten VPN-Anbieters NordVPN ein und stahlen Verschlüsselungscodes, mit denen Entschlüsselungsangriffe auf Teile der Kunden durchgeführt werden konnten. Dies bestätigte das Unternehmen mit Sitz in Panama. Ein Protokoll des Angriffs deutet Medienberichten zufolge darauf hin, dass die Hacker Root-Zugriff hatten und entsprechend fast uneingeschränkte Kontrolle über den Server; sie konnten so gut wie alle darauf gespeicherten Daten lesen oder editieren. Einer von drei erbeuteten privaten Schlüsseln wurde offenbar dazu verwendet, ein digitales Zertifikat zu sichern, das die HTTPS-Verschlüsselung für nordvpn.com bereitstellt. Gleichzeitig deuten weitere Berichte darauf hin, dass zwei konkurrierende VPN-Dienste, TorGuard und möglicherweise auch VikingVPN, ebenfalls gehackt wurden.

Wiener Firma erhält 39-Millionen-Auftrag als E-Gov-Partner des Bundes
Der Bund führt übergreifend als "GEVER Bund" das Produkt Acta Nova ein. Das gilt auch für das UVEK, welches nach einem offenen Verfahren einen Zuschlag in diesem Umfeld erteilt hat. Mit dem Projekt "GS-UVEK Lösungspartner E-Gov" sollen für das Departement und über alle Ämter hinweg mehr Prozesse und Geschäfte durchgängig digitalisiert und Medienbrüche vermieden werden. Den Zuschlag über rund zwei Millionen Franken für den Grundauftrag sowie weitere 37 Millionen für die Optionen erhielt die Firma Rubicon aus Wien. Rubicon war die einzige Unternehmung, die im offenen Verfahren überhaupt ein Angebot für den Auftrag einreichte.

Salärstudie: IT-Löhne steigen weiter
"Fachkräftemangel und hohe Wechselbereitschaft prägen auch im kommenden Jahr den Schweizer Arbeitsmarkt. Der Konkurrenzkampf der Unternehmen um die besten Köpfe steigt", schreibt der Personaldienstleiter Robert Half anlässlich seiner jährlich erscheinenden Gehaltsübersicht. Die hohe Nachfrage nach IT-Profis werde sich 2020 noch weiter verstärken, was die Gehälter in der IT-Branche weiter steigen lasse. Laut der "Gehaltsübersicht 2020" können Application-Developer mit einem Jahreslohn ab 100'000 Franken rechnen; Personen mit ausgewiesenen Kenntnissen und grosser Erfahrung kommen auf bis zu 147'500 Franken. Für IT-Administratoren geht die Lohn-Bandbreite von 73'000 bis 120'000 Franken, für Netzwerk-Admins von 82'000 bis 106'250 Franken, für Web-Entwickler von 82'250 bis 149'750 Franken und für Security-Experten von 128'000 bis 192'500 Franken.
 
Warum beim Bund IT-Probleme auftraten
Das Bundesamt für Statistik (BFS) kämpfte am Wahlsonntag ab 18 Uhr mit Serverproblemen. Das Content-Management-System und auch die Webseite ch.ch waren beeinträchtigt. "Die Webservice-Plattform des BFS war während knapp zwei Stunden nicht erreichbar", bestätigte eine Sprecherin des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) auf unsere Anfrage. "Es handelte sich um ein Problem mit einer Datenbank, welches durch einen Neustart gelöst werden konnte."
 
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