Storen-Hersteller Stobag von Hacker-Angriff betroffen

Der Aargauer Storen-Hersteller Stobag wurde offenbar Opfer eines Cyber-Angriffes. Wie die 'Aargauer Zeitung' berichtet, stehe die Produktion in Muri AG seit Montag, 28. Oktober still. Eingedrungen seien die Hacker in der Nacht von Sonntag auf Montag, wie Rebecca Stich, Chief Product Officer von Stobag, gegenüber der Zeitung bestätigt.
 
Die IT-Spezialisten hätten bis zum 31. Oktober, also am vierten Tag nach dem Angriff, die primären Systeme wieder instandgesetzt. Am heutigen Freitag wird aufgrund des Feiertags nicht gearbeitet. "Wir gehen voraussichtlich am nächsten Montag wieder in die Produktion", so Stich zur Zeitung. Einen finanziellen Schaden erwarte man aber nicht. Das Unternehmen sei "sehr gut gegen Cyberattacken versichert."
 
Einen Hinweis auf die Urheberschaft des Cyber-Angriffs gebe es noch nicht, so der Bericht weiter. Aufgrund des Feiertags war die Pressestelle der Aargauer Firma für inside-it.ch heute nicht erreichbar. Damit bleiben Fragen zur genauen Art des Angriffes oder ob Daten verschlüsselt wurden und eine Lösegeldforderung eingegangen ist, vorerst unbeantwortet.
 
Stobag ist ein 1964 gegründeter Hersteller von Sonnen- und Wetterschutzlösungen mit Hauptsitz im aargauischen Muri. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 700 Mitarbeitende und vertreibt seine Produkte über Tochtergesellschaften und Partner in 35 Ländern. (kjo)