Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 44 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Grossbank Unicredit gehackt
Die italienische Grossbank Unicredit teilte mit, sie habe ein Leck aufgespürt, das drei Millionen Datensätze italienischer Kunden betrifft. Zugriffe auf Kundenkonten oder Transaktionen seien damit aber nicht möglich gewesen. Denn die gehackten Datensätze würden nur Name, Stadt, Telefonnummer und E-Mail-Adresse umfassen und keine personenbezogenen Daten oder Bankverbindungen beinhalten. Mitarbeiter der Cyber-Sicherheitsabteilung haben laut Bank den unbefugten Zugriff auf die Datei festgestellt. Interne Ermittlungen sind eingeleitet und die Behörden eingeschaltet worden.
 
Ein weiterer Schweizer Robo-Advisor segnet das Zeitliche
Mit Elvia E-Invest wollte die Allianz-Tochter eine vollständig digitale Anlagemöglichkeit für langfristig orientierte Anleger etablieren. Eher kurzfristig, nach zwei Jahren und per Ende November, ist wieder Schluss. Der Grund ist laut Unternehmen, dass der Markt noch nicht die erwartete Dynamik zeigt. "Diese Entscheidung war nicht einfach. Der Markt in der Schweiz war jedoch noch nicht bereit für unser rein digitales Angebot", so Stefan Rapp, CFO von Allianz Schweiz. Wie viele Kunden und wie viel Anlagevermögen die Versicherung mit dem Robo-Advisor anlocken konnte, lassen die Verantwortlichen offen.

Luzerner Polizei will IBMs Watson beschaffen
Das KI-System Watson von IBM soll künftig bei der Luzerner Polizei eingesetzt werden. Die Polizei will die Software laut Medienberichten "so schnell wie möglich" beschaffen. Läuft alles nach Plan, könnte die Technologie ab 2020 zum Einsatz kommen. Für die Beschaffung und den Betrieb von Watson über die ersten drei Jahre rechnet die Polizei mit Kosten im hohen fünfstelligen Bereich. Eingesetzt werden soll Watson etwa bei der Analyse grosser Datenmengen. Die Software kann sämtliche Inhalte von Festplatten, Handys oder digitalisierten Dokumenten rasch indexieren, was die Daten für die Ermittler analysierbar und durchsuchbar macht.

Probleme mit neuer IT an Berns Schulen
Nach den Herbstferien startete Mitte Oktober an den Schulen der Stadt Bern die neue Schul-IT und webbasierte Lernplattform "Base4kids2". Einerseits erhielten dabei die Schüler iPads als Arbeitsgeräte, andererseits wird bei der Software neu auf Open-Source-Lösungen gesetzt. Doch der Projektstart verläuft harzig. Probleme würde vor allem die Umstellung auf die Office-App Collabora bereiten. Auch die Lehrpersonen bräuchten noch Zeit, sich an neue Arbeitsweisen zu gewöhnen, sagte uns Jörg Moor, stellvertretender Leiter Schulamt.
 
Microsoft holt sich 10-Milliarden-Zuschlag des Pentagon, aber
Die Microsoft-Aktien stiegen in die Höhe, nachdem das Unternehmen einen 10-Milliarden-Dollar-Zuschlag des US-Verteidigungsministeriums für Cloud-Services erhalten hatte. Der Zuschlag des Pentagons gilt als Meilenstein für Azure, nicht nur finanziell, sondern vor allem auch als Prestigegewinn mit Ausstrahlung. Der JEDI-Vertrag läuft über zehn Jahre. Das Projekt umfasst die Bereiche Enterprise Level, Commercial Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) zur Unterstützung des Verteidigungsministeriums und des Einsatzbetriebs. AWS hatte zuletzt eigentlich als klarer Favorit für den Zuschlag gegolten. Zuvor schied IBM aus und Google zog sich nach Mitarbeiter-Protesten zurück. Oracle scheiterte mit einer Klage gegen die Ausschreibung.
 
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