Cybercrime: Kantone nutzen gemein­same Daten­bank

Über die zentrale Datenbank Picsel sollen sich die kantonalen Polizeikorps in Cybercrime-Fällen künftig besser austauschen können. Laut einem Bericht der 'NZZ' ist soeben eine Pilotphase in mehreren Kantonen gestartet.
 
In Picsel können Informationen über die Täter wie E-Mail-Adressen, Namen oder IP-Adressen erfasst werden. Damit soll es für die kantonalen Korps einfacher werden zu erkennen, ob und welche Fälle zusammengehören. Dabei geht es etwa um Ermittlungen bei gefälschten Überweisungsaufträgen, betrügerischen Online-Shops oder gefälschten Immobilienanzeigen.
 
Laut einer Mitteilung des Kantons Freiburg vom Frühling wird die Plattform Picsel von der Kriminalpolizei der Kantonspolizei Genf verwaltet. Entwickelt wurde das Instrument in der Romandie. Dass es nun in der ganzen Schweiz zum Einsatz kommen soll, sei Resultat einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Kantonen im Bereich Cybercrime, schreibt die 'NZZ'. Zuvor wurde bereits das "Netzwerk für die Ermittlungsunterstützung in der digitalen Kriminalität" (Nedik) geschaffen. Nedik soll den Austausch zwischen den verschiedenen Polizeikorps beschleunigen.
 
"Nedik entstand aus dem praktischen Bedürfnis der Polizeikorps, im digitalen Bereich enger zusammenzuarbeiten", sagte der Nedik-Vorsteher Daniel Nussbaumer, der gleichzeitig die Cybercrime-Abteilung der Kantonspolizei Zürich leitet, gegenüber der 'NZZ'. Nedik besteht laut Bericht aus den sechs Kantonen St. Gallen, Zürich, Luzern, Tessin, Bern und Genf sowie dem Fedpol. Die übrigen Kantone seien über die Polizeikonkordate eingebunden. (kjo)