Security-Profis: Zufrieden, aber gestresst und auf Jobsuche

Exabeam, Anbieter einer SIEM-Lösung (Security Event and Information Management), hat weltweit 479 IT-Security-Professionals gefragt, wie wohl sie sich in ihrem Job fühlen. Es ist schwer zu sagen, wie sehr die Resultate der Befragung auch auf Schweizer Security-Spezialisten zutreffen, aber interessant sind sie allemal.
 
Die Befragung zeigt nämlich ein teilweise widersprüchlich erscheinendes Bild. Eine klare Mehrheit von 71 Prozent sagte, dass sie mit ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten eigentlich zufrieden oder sehr zufrieden sind. 76 Prozent der Befragten glauben, dass ihr Job nicht in Gefahr ist und 78 Prozent würden anderen eine Karriere in der Cybersicherheit empfehlen.
 
Allerdings ist der Anteil der Zufriedenen im Jahresvergleich zurückgegangen. Vor einem Jahr lag er noch bei 83 Prozent. Ein Grund dürfte der laut Exabeam zunehmende Anteil der IT-Security-Profis sein, der mit Burnout und Müdigkeit kämpft. 62 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Jobs stressig oder sehr stressig seien. 44 Prozent haben nicht das Gefühl, dass sie eine ausgewogene Work-Life-Balance erreichen können.
 
Auch mit der Bezahlung sind viele unzufrieden. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ist mit dem aktuellen Lohn zufrieden. Weltweit gesehen sind die Gehälter der Security-Leute laut Exabeam dieses Jahr im Vergleich zu 2018 gleich geblieben. Die Durchschnittslöhne liegen demnach zwischen 75'000 und 100'000 Dollar im Jahr.
 
Dies hat Folgen: Nicht weniger als 40 Prozent der befragten Cybersecurity-Leute gab laut Exabeam an, dass sie aktiv nach einem neuen Arbeitgeber suchen. Eine Mehrheit von ihnen wünscht sich entweder mehr Lohn oder bessere Unterstützung durch die Unternehmensführung.
 
Übrigens: In der Schweiz stehen Security-Profis gehaltsmässig weit besser da. Laut einer aktuellen Salärstudie des Personaldienstleisters Robert Half liegen ihre Löhne zwischen 128'000 bis 192'500 Franken. (hjm)