Steigt Warburg Pincus schon 2020 bei Avaloq aus?

Der Finanzinvestor Warburg Pincus will offenbar schon nächstes Jahr bei Avaloq aussteigen.
 
Beim Bankensoftwarehersteller Avaloq könnte es früher als erwartet zu einem Börsengang oder Verkauf kommen. Der Finanzinvestor Warburg Pincus peile 2020 einen Ausstieg an, wie drei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur 'Reuters' sagten.
 
Warburg Pincus hält 45 Prozent der Aktien an Avaloq. "Demnächst" dürfte das Zürcher Unternehmen Berater für die Transaktion mandatieren, so der Bericht. Ein Auktionsverfahren könnte Anfang 2020 eingeleitet werden. Auf Anfrage von inside-it.ch und inside-channels.ch wollte sich Avaloq nicht zum Bericht äussern. Auch eine Anfrage der Nachrichtenagentur blieb unkommentiert.
 
Firmenchef Jürg Hunziker hatte im Juni erklärt, das Unternehmen peile in den "nächsten zwei bis vier Jahren" einen Börsengang an. Eine mögliche Alternative sei ein Verkauf.
 
Neben Warburg Pincus ist Firmengründer Francisco Fernandez mit 28 Prozent der Aktien an Avaloq beteiligt. Zudem halten Management und Mitarbeitende Anteile.
 
Warburg Pincus beteiligte sich im Frühjahr 2017 an Avaloq. Damals belief sich der Firmenwert auf mehr als eine Milliarde Franken. Marktexperten halten es für unwahrscheinlich, dass der Wert seit 2017 massiv gestiegen ist.
 
2018 erzielte Avaloq einen Umsatz von 579 Millionen Franken und einen bereinigten Betriebsgewinn von 90 Millionen Franken. In der ersten Jahreshälfte 2019 wies das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent aus. (kjo mit Material von Keystone-sda)